Dach des KKL Luzern als Kraftwerk im Test

Das Dach des KKL Luzern wird möglicherweise zum Kraftwerk erweitert. ewl energie wasser luzern testet seit Ende März, ob auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert werden kann. Im Endausbau könnte diese Strom für 18 Haushaltungen liefern.

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Auf dem Dach des KKL Luzern ist eine Photovoltaik-Testanlage installiert. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Auf dem Dach des KKL Luzern ist eine Photovoltaik-Testanlage installiert. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Das weit über das Gebäude herausragende Dach des KKL Luzern ist 12'000 Quadratmeter gross und scheint prädestiniert zu sein für die Produktion von Strom. Allerdings kann dort keine Standardanlage montiert werden, wie ewl und KKL Luzern am Dienstag mitteilten.

Grund ist die spezielle Bauweise des Daches. Auch der Architektur des von Jean Nouvel gebauten Gebäudes muss Beachtung geschenkt werden. Ein weiteres Problem sind die Windlasten.

Statt normale Solarpanels soll deshalb eine Solarfolie auf das Kupferdach geklebt werden. Am 25. März wurde auf einer Fläche von 44 Quadratmetern ein Pilotprojekt gestartet. Dieses soll zeigen, ob die Folie trotz der hohen Temperaturschwankungen auf dem Dach hält und ob mit ihr die erwartete Menge an Strom erzeugt werden kann.

Die ersten Erfahrungen stimmten zuversichtlich, teilten ewl und KKL mit. Die Solarfolie halte und zeige keine Veränderungen. Auch die Stromproduktion entspreche den Prognosen.

Der Test dauert ein Jahr. Wird die Photovoltaik-Anlage installiert, werden 1100 Quadratmeter mit Folie bestückt. Die erwartete Stromproduktion beläuft sich auf 80'000 Kilowattstunden pro Jahr.

sda