DAGMERSELLEN / ALTISHOFEN: Junge Piraten und Trolle fallen im Wiggertal ein

Auch die Schweinegrippe war an den Umzügen im Wiggertal präsent. Ein anderes Virus war aber stärker.

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Die Schlossruugger Altishofen mit dem Motto Hoi-Gömper. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Schlossruugger Altishofen mit dem Motto Hoi-Gömper. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Königlich-kaiserlich feiert die Zunft der Häppereschweller in Dagmersellen ihr 30-jähriges Bestehen. Sie gab sich das Motto «Kaisers wilde Sissi» und präsentierte eine galante Fasnachtsfürstin. Donella I. alias Helen Schlüssel liess mit der goldenen Kartoffel auf dem Zepter die Gruppen an sich vorbeiziehen. In eleganten langen Roben führten die Häppereschweller den Corso der insgesamt 18 Guuggenmusigen an. Am Schluss marschierten zwei Geuenseer Musigen, in denen Donella einst das erste Fasnachtsfieber gepackt hatte.

Ein Kinderwunsch
Kreative Energie wurde auch für die weitern Sujets umgesetzt. Keine politische Ambition, sondern einfach einen Kinderwunsch erfüllten sich die acht Familien aus Knutwil/St. Erhard mit ihrem Piratenschiff und machten mächtig Eindruck auf das Publikum.
Zwischen die Guuggenmusigen mischten sich 28 Umzugswagen und Gruppen. Dem prächtigen Schloss der Kindergärtler von Dagmersellen folgte der Schwarm der Königskinder in farbenprächtigen Kostümen, mit Krone und (Stecken-)Pferd. In einer konzentrierten Aktion hatten Eltern, Kinder und Kindergärtnerinnen die homogene Gruppe gestaltet.

Trotz eisiger Kälte war die Stimmung am Umzug in Altishofen lässig. Das lag vor allem an den vielen Guuggenmusigen, die den rund 5500 Zuschauern mächtig einheizten. Topthema war die Schweinegrippe. Die Gefahr einer Ansteckung ist da, doch für Mitorganisatorin und CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann steht fest: «Wir in Altishofen bekommen die Schweinegrippe nicht. Bei uns ist das Fasnachtsvirus stärker.»

Willi Bürgi / Mirjam Gast