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Nach knappem Ja der Dagmerseller Stimmbürger: Deponie in Buchs wird bis 2041 weitergeführt

Mit 293 zu 270 haben die Stimmbürger von Dagmersellen am Mittwoch die Erweiterung der Deponie im Buchser Hächlerenfeld gutgeheissen. Davon profitiert die Gemeinde finanziell – und auch die Kultur.
Evelyne Fischer
Die Deponie Hächlerenfeld soll um 10,6 Hektaren erweitert werden. (Bild: Pius Amrein, Buchs, 4. Juni 2018)

Die Deponie Hächlerenfeld soll um 10,6 Hektaren erweitert werden. (Bild: Pius Amrein, Buchs, 4. Juni 2018)

Es war 20.39 Uhr, als jenes Traktandum an die Reihe kam, für das ein Grossteil der 565 Stimmbürger am Mittwoch in den «Arche»-Saal geströmt war: die Teilrevision des Zonenplans zur Erweiterung der Deponie im Buchser Hächlerenfeld. Spätestens im Jahr 2020 ist das Volumen der Deponie ausgeschöpft. Daher will die Betreiberin Gasser AG Platz für weitere 780'000 Kubikmeter Material schaffen und den Deponiebetrieb bis 2041 verlängern. Entsorgt werden im Dagmerseller Ortsteil Buchs mineralische Bauabfälle – Unrezyklierbares wie Bauschutt, Ziegel oder Keramik.

So viel vorweg: Um 22.10 Uhr stellte der Gemeinderat des 5400 Einwohner zählenden Dagmersellen den Antrag auf Abbruch der Diskussion. Um 22.15 Uhr wurden die Stimmzettel verteilt – bereits zu Beginn der Versammlung hatte der Gemeinderat eine geheime Abstimmung eingefordert. Um 22.55 Uhr stand fest: Mit 293 zu 270 Stimmen wurden die 14 Einsprachen gegen das Projekt abgewiesen und die Erweiterung damit beschlossen.

Emotionale Debatte vor der Abstimmung

Zuvor hatten beide Seiten ihre Argumente dargelegt. Von der Interessengemeinschaft «Stop Deponie Buchs» war dies Roland Höltschi, der 30 Familien und betroffene Anwohner vertrat. «Das Versprechen des ehemaligen Gemeinderats von Buchs wird gebrochen. Man gab uns 2002 das Wort, dass die Deponie nach spätestens 20 Jahren geschlossen wird», so Höltschi. Er kritisierte fehlende Mitsprache und rechnete vor, dass über die ganze Laufzeit der Deponie über 100'000 Lastwagen hin und her fahren.

Markus Gasser, Geschäftsführer der Deponiebetreiberin Gasser AG, betonte, man brauche im nordwestlichen Teil des Kantons weiteren Deponieraum. «Die Abfälle, die wir ablagern, schwemmen keine Schadstoffe aus.» Zudem werde das Land nachher rekultiviert, damit verbessere sich die Bodenqualität. «Auf ausdrücklichen Wunsch des Gemeinderats haben wir ferner die Abgaben erhöht.» So würde die Gasser AG pro Kubikmeter Material eine Abgabe von drei statt bisher zwei Franken entrichten. 30 Prozent davon (bisher 15) fliessen künftig in den Kulturfonds der Gemeinde, wie am Mittwoch ebenfalls beschlossen wurde. Damit werden etwa kulturelle Anlässe oder Jugendsportprojekte unterstützt.

Rund ein Dutzend Wortmeldungen hatten für ein Nein zur Deponie-Erweiterung geweibelt. Als einer von nur drei Votanten, die das Projekt an der Versammlung befürworteten, sprach Sepp Wanner, einstiger Buchser Gemeindepräsident. «Wir haben offen und transparent informiert.» Die damals beschlossene Laufzeit von 20 Jahren könne man im Nachhinein aber nicht als Versprechen deklarieren. Ins gleiche Horn stiess Gemeindepräsident Philipp Bucher (FDP): Es sei in keinem Protokoll gestanden, eine Erweiterung sei ausgeschlossen.

Der Gemeinderat unterstützt die Erweiterung der Deponie. Nicht zuletzt profitiert Dagmersellen von Abgaben in der Höhe von insgesamt 2,3 Millionen.

Zwei Musikschulen bündeln ihre Kräfte

Einstimmig hatten die Bürger den Zusammenschluss der Musikschulen Dagmersellen und Nebikon-Altishofen zur Musikschule Wiggertal-Hürntal auf den 1. August 2019 beschlossen. Überdies haben die Stimmbürger grossmehrheitlich das Budget 2019 genehmigt. Dieses weist bei einem Gesamtaufwand von 41 Millionen Franken ein Minus von rund 193'000 Franken auf. Die Nettoinvestitionsausgaben belaufen sich auf 3,5 Millionen. Der Steuerfuss bleibt bei 1,95 Einheiten.

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