DAGMERSELLEN: Farbenpracht bei Prachtswetter

Zahlreiche Jubiläen standen beim Umzug im Hürntaldorf an: Sie wurden vor Rekordkulisse gebührend gefeiert.

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Zünftige Fasnächtler: Auch die Schweden von Abba schafften es an den Umzug in Altishofen. (Bild: Corinne Glanzmann (Dagmersellen, 25. Februar 2017))

Zünftige Fasnächtler: Auch die Schweden von Abba schafften es an den Umzug in Altishofen. (Bild: Corinne Glanzmann (Dagmersellen, 25. Februar 2017))

Dass die Dagmerseller wissen, wie man gebührend und gewaltig fasnächtlich feiert, bewiesen sie einmal mehr am gestrigen Umzug. Dabei standen gleich auch drei Jubiläen an: 40 Jahre Guuggemusig Häppereschweller Dagmersellen, 35 Jahre Hurntalschränzer Uffikon/Buchs und 30 Jahre Beerebisser Dagmersellen. Drahtzieher war die Guuggemusig Häppereschweller, die vor 40 Jahren von drei unerschrockenen und ambitionierten Fasnächtlern auf die Beine gestellt wurde. Zusammen mit der Häppere-Zunft organisierten sie den diesjährigen äusserst abwechslungsreichen, farbenfrohen, fantasievollen und natürlich monsterhaften Jubiläumsumzug.

Nicht weniger als 10000 Zuschauer wohnten dem Spektakel bei, was einen neuen Zuschauerrekord bedeutet. Auch die 1770 Mitwirkenden am Umzug sind rekordverdächtig, darunter 25 Wagen, 24 Guugenmusigen und 5 Fasnachtsgruppen, die mit ihrem bunten Treiben die Fasnachtsfreudigen am Strassenrand begeisterten. Traditions­gemäss eröffneten die Häpperschweller den Umzug.

Der Name Häppereschweller (Kartoffelschweller) entstammt übrigens der Geschichte Dagmersellens, denn diese wurden früher oft «Dagmerseller Häppere­schweller» genannt. Zu begeistern vermochte jede der 54 Nummern auf ihre Art und das Publikum geizte nicht mit Applaus. Das Motto «40 Jahre munter, wir tauchen unter», widerspiegelte sich in zahlreichen Sujets. Die ganz in Blau als Fische verkleideten Dagmerseller Kindergartenkinder entzückten das Publikum genauso wie beispielsweise die Abba-Popgruppe der Zünftigen Fasnächtler aus Altishofen.

Der Veloclub Dagmersellen schlängelte sich mit einem riesigen Tandem mit 13 Fahrern gekonnt durch die Umzugsroute und erntete dafür verdientes Lob. Ein gelungener Umzug, bei dem auch bei 54 Nummern keine Langeweile aufkam.

 

Astrid Longariello

redaktion@zentralschweizamsonntag.ch