DAGMERSELLEN: Häppere auf Safari

Wilde Tiere, bissige Sujets: Sie lockten am Samstag rund 6000 Zuschauer an den Häppereumzug.

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Die Kindergärtner mit dem Sujet König der Tiere. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Die Kindergärtner mit dem Sujet König der Tiere. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Es ging tierisch wild zu und her: Am Häppereumzug in Dagmersellen wimmelte es am Samstag nur so von herzallerliebsten kleinen Löwen, stolzen Tigern und coolen Gänsen. Getreu dem Motto des diesjährigen Zunftmeisters der Häpperezunft, Domenico Tomeo: «Safari-Trip».

Von A 2 bis AKW
Kreative Fantasiesujets und politische Aktualitäten ergänzten sich bestens. Vom mobilen Atomkraftwerk über die Wahl des neuen Armeechefs bis hin zum Milchstreik – kein noch so heisses Thema war vor den rund 1300 mitwirkenden Fasnächtlern sicher. Eindrücklich waren die Fasnachtsfrönde Bochs, die mit ihrem Wagen mit eingebauter Schlittelpiste an das Schneechaos auf der A 2 Knutwilerhöhe erinnerten, sowie die Fasnachtschaoten Dagmersellen, die mit Ländlermusik und einem grossen Holzchalet unter dem Motto «Freud am Läbe» die Vorfreude auf das Zentralschweizer Jodlerfest im Juni in Dagmersellen weckten.

Ein besonderer Leckerbissen war die Gruppe Urisik Reiden-Wikon. Mit liebevoll gestalteten Einzelmasken karikierten sie sehr humorvoll das Leben auf einem Campingplatz. Gegen Ende des knapp zweistündigen Umzugs kam sogar auswärtiger Besuch: Der Dupf Club Basel marschierte mit farbigen Larven und trillernden Pfeifen durchs Dorf.

«Toll, farbig, super»
«Es war einfach rüüdig gut», befanden Käthi (70) und Franz Gassmann (71) aus Dagmersellen nach dem Umzug. Besonders das Sujet zum Zentralschweizer Jodlerfest hatte es ihnen angetan. «Toll, farbig, super», schwärmte Jeanine Steinmann (39) aus Schötz. Benno Sager (40), ebenfalls aus Schötz, war begeistert von den Wegerepflotscher Reiden, die heuer als Orks unterwegs waren: «Mit so wenigen Leuten am Umzug teilzunehmen – das ist echt mutig.» 

Mirjam Gast