Dagmerseller Schnitzelbänke nahmen Lara Gut und Trump auf die Schippe

Am Güdismontag fand das Fasnachtsspektakel im Wiggertal in den Beizen statt: Insgesamt sorgten sechs Schnitzelbankformationen in fünf Lokalen für zahlreiche Lacher.

Luca Merlo
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Das «Rössli» in Dagmersellen ist am Güdismontagabend bis auf den letzten Platz besetzt – perfekte Bedingungen also für die «Chorherren» (siehe Spruch), die für die erste Darbietung verantwortlich sind. Die ehemaligen Männerchorsänger aus Nebikon tragen ihre Schnitzelbänke in mehrstimmigen Gesangsversen vor. Sie legen gleich mit einer Hommage an den amerikanischen Präsidenten los, die mit der Schlussfolgerung endet:

«Das Grossmuul z stopfe, so dass är de ufhört met Plagiere, am beste wörd mer ehn auwäg id Muur iibetoniere.»

Auch lokalpolitische Themen wie die Neuplanung des Autobahnanschlusses oder die Erweiterung einer Deponie werden angeschnitten. Und die vier Sänger geben den Gästen auch Nachdenkliches mit auf den Weg:

«Wer sorgt sech scho oms Klima, es bruucht es Gstörm, es louft ned alles rond, drom packids aa, söscht gods gli nömme prima, mer hends no i de Hand, dass besser chond.»

Ebenfalls nicht ungeschoren davon kommt das frischgebackene Sportler-Ehepaar Valon Behrami und Lara Gut:

«De stolz Valon Behrami daf ide Nati nömme schpele, är töigi schiints de vöu vöu z’fest uf sini Lara schele. Das Schiihäsli esch nömm so guet, bloss nor no Guet-Behrami, em nöchschte Wenter fahrt sie denn als Lara Guet – be e Lahmi.»

Ploudertäschen und Plastiksäckli

Bei den Ploudertäschen ist später der Name Programm: In riesigen Filztaschen und mit grosszügig rot geschminkten Lippen tragen die zwei Männer und zwei Frauen ihre Verse vor. Einer ihrer Reime sorgte für besonders laute Lacher:

«No früecher hesch es Chörbli gha – wenn i d’Migros besch go poschte, höt nemmsch es Plastiksäckli met – es tuet jo ned vöu choschte. För d’Omwäut wäris besser gsi – ou de Trump wär gar ned do, wenn si Vater hätt bim Gschlächtsverchehr – es Plastiksäckli gno.»

Ursula Schmid und Tochter Eliane aus Nebikon haben sich die Schnitzelbänke nicht entgehen lassen: «Wir sind jedes Jahr an der Beizenfasnacht, die Stimmung ist einfach super», sagt Ursula Schmid. Und Tochter Eliane fügt an: «Bis jetzt hat es sich auf jeden Fall immer gelohnt.»