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Dammdurchbruch im Luzerner Babel-Quartier kommt wieder aufs Tapet

Anwohner stören sich schon lange daran, dass der Bahndamm das Basel-Bernstrasse-Quartier in der Stadt Luzern in zwei Hälften teilt. Nachdem das Parlament 2010 eine Unterführung abgelehnt hat, will die Stadt das Projekt im Rahmen einer Studie nun wieder prüfen.
Stefan Dähler
So hätte die 2010 abgelehnte Unterführung aussehen sollen. (Visualisierung: PD)

So hätte die 2010 abgelehnte Unterführung aussehen sollen. (Visualisierung: PD)

Rund 4 Millionen Franken hätte er gekostet - der Dammdurchbruch zwischen der Lädeli- und der Dammstrasse im Luzerner Quartier Basel-Bernstrasse (Babel). Die Unterführung hätte das Problem entschärfen sollen, dass der Bahndamm die Siedlung faktisch in zwei Hälften teilt. Doch der Betrag war dem Stadtparlament zu hoch. Es lehnte das Projekt im November 2010 ab.

Inzwischen sind fast acht Jahre vergangen und die Rufe nach einer Querung unter den Gleisen sind nach wie vor nicht verstummt. Das haben auch die kürzlich durchgeführten Workshops zum städtischen Raumentwicklungskonzept gezeigt. Dort sind mehrere entsprechende Rückmeldungen eingegangen.

Teil der Mobilitätsstrategie

Tatsächlich ist der Dammdurchbruch auch bei der Stadt wieder ein Thema. «Das Projekt wird im Rahmen einer geplanten städtebaulichen Studie für das Babel-Quartier wieder geprüft. Das auch aufgrund der Rückmeldungen aus den Workshops», sagt Lena Wolfart, Projektleiterin in der Abteilung Stadtplanung, die der Baudirektion angehört. Der Dammdurchbruch ist weiter auch im Agglomerationsprogramm und in der städtischen Mobilitätsstrategie aufgeführt (mehr über die Mobilitätsstrategie erfahren Sie hier).

Die Studie soll bis Ende 2019 vorliegen, sie wird das städtebauliche Potenzial des Babel-Quartiers behandeln. Die Stadt rechnet mit Kosten von 160 000 Franken, der Betrag ist als Teil des Berichts und Antrags zur Quartierentwicklung vom Grossen Stadtrat im Juni 2017 bereits bewilligt worden. Die Erkenntnisse aus der Studie sollen bis 2022 in die Erarbeitung eines neuen Bebauungsplans und einer allfälligen Änderung des Zonenplans einfliessen.

Dammdurchbruch Lädelistrasse-Dammstrasse

Kredit war bereits bewilligt

Der Dammdurchbruch hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 2008 sah es bereits sehr gut aus für das Projekt: Der Grosse Stadtrat bewilligte einen Kredit von rund 3 Millionen Franken. In der Folge verlief die Entwicklung jedoch gleich in zweifacher Hinsicht ungünstig: Einerseits musste die Stadt sparen, andererseits zeigten genauere Abklärungen, dass das Projekt etwa eine Million Franken teurer wird. Begründet wurden die Mehrkosten damals mit der Komplexität der Arbeiten sowie den steigenden Preisen in der Baubranche (wir berichteten). Der Stadtrat beantragte folglich einen Nachtragskredit, der 2010 wie eingangs erwähnt abgelehnt wurde.

Wie viel der Dammdurchbruch heute kosten würde, müsste wohl neu abgeklärt werden. Politisch dürften die Vorzeichen aber besser stehen als damals: Die Stadt schreibt inzwischen schwarze Zahlen und im Grossen Stadtrat haben sich die Kräfteverhältnisse verändert. GLP, SP und Grüne, die bereits 2010 für das Projekt waren, stellen heute bekanntlich die Mehrheit im Parlament.

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