Damoklesschwert über dem «Gütsch»

In zwei Wochen läuft die Baubewilligung fürs Château Gütsch aus. Jetzt schlägt auch der Stadtrat Alarm. Es scheint wahrscheinlich, dass das Bauprojekt nicht wie vorgesehen umgesetzt wird.

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Die Baubewilligung für das Hotel Gütsch läuft bald aus. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Die Baubewilligung für das Hotel Gütsch läuft bald aus. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Das Château Gütsch wird renoviert, erweitert und die Gütschbahn wieder in Betrieb gestellt. So tönte es vor gut zwei Jahren. Der Stadtrat hatte die Baubewilligung an den russischen «Gütsch»-Besitzer Alexander Lebedev erteilt.

Stadt hat ein «vitales Interesse»

Passiert ist bis jetzt nichts. Und die Angst in Luzern wächst, dass auch in naher Zukunft das «Gütsch» verwaist bleibt. Denn in zwei Wochen, am 30. Juni, läuft die Baubewilligung ab. Fahren bis zu diesem Datum keine Baumaschinen auf, muss der Hoteleigner für eine Renovation und einen allfälligen Ausbau wieder auf Feld 1 zurück. Ein Szenario, das dem Stadtrat nicht gefällt, wie Finanzdirektor Stefan Roth am Donnerstag im Grossen Stadtrat in einer Antwort auf eine Interpellation von Albert Schwarzenbach (CVP) sagte. «Der Stadtrat bedauert ausserordentlich, dass noch kein Baustart erfolgt ist. Wir haben ein vitales Interesse, dass das Projekt rasch umgesetzt wird», so Roth. Der «Gütsch» sei ein bedeutendes Wahrzeichen von Luzern mit enormer Ausstrahlungskraft. «Das Damoklesschwert, das Ablaufen der Baubewilligung, schwingt über dem ‹Gütsch›. Deshalb sind wir aktiv auf die Bauherrschaft zugegangen», so Roth.

Was das für das «Gütsch»-Projekt bedeutet, bleibt unklar. Denn, so Roth: Der Kontakt mit der Besitzerschaft sei schwierig, die Ansprechpartner würden wechseln. Es scheint deshalb wahrscheinlich, dass das Bauprojekt nicht wie vorgesehen umgesetzt wird.

Christian Bertschi

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