«Dank dir!»-Preis der katholischen Kirche Luzern geht an die Begleitgruppe Heimgottesdienste

Bereits zum sechsten Mal hat die katholische Kirche Luzern am Samstag den «Dank Dir!»-Preis verliehen. In diesem Jahr ging der Anerkennungspreis an 29 Krienser Frauen, die Heimbewohner an Gottesdienste begleiten.

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Die Frauen der Begleitgruppe Heimgottesdienste aus Kriens wurden für ihr Engagement ausgezeichnet. (Bild: PD)

Die Frauen der Begleitgruppe Heimgottesdienste aus Kriens wurden für ihr Engagement ausgezeichnet. (Bild: PD)

(pd/chi) Wer in die Kirche möchte in den Krienser Heimen, die Kapelle aber nicht mehr selber aufsuchen kann, erhält Hilfe von der Begleitgruppe Heimgottesdienste. Dafür zeichnet die katholische Kirche im Kanton Luzern die 29 Frauen jetzt mit dem 6. «Dank Dir!»-Preis für Freiwilligenarbeit aus, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Dieser wurde am Samstag vergeben. Die Gruppe ermögliche es den Bewohnerinnen und Bewohnern der Heime Grossfeld und Zunacher, ihren Glauben auch im Alter und trotz körperlicher Einschränkungen zu leben, schreibt die Jury in ihrer Begründung. Im Heim sei das Leben oft fremdbestimmt; da stille die Begleitung zum Gottesdienst persönliche Bedürfnisse. «Das schafft Beheimatung, stellt Kontaktmöglichkeiten her und verbindet Lebenswelten», so die Jury.

Jedes Wochenende sind sieben Frauen im Einsatz

Die Begleitgruppe Gottesdienst der Alters- und Pflegeheime Kriens besteht seit fast 20 Jahren und zählt 29 Frauen. An jedem Samstag treffen sich am Morgen kurz vor neun Uhr vier von ihnen im «Zunacher» und am Nachmittag vor drei Uhr drei im «Grossfeld» in der Sakristei der Heimkapelle. Von hier aus holen sie die Bewohner ab, die an diesem Tag den Gottesdienst besuchen möchten.

Nach dem Gottesdienst werden die Bewohner in ihre Zimmer zurückbegleitet. Pro Wochenende stehen sieben Frauen im Einsatz. Bei grossen Festen im Kirchenjahr oder bei Krankensalbungen sind es mehr. «Ein Nischenangebot innerhalb eines Pastoralraums, das gerade deshalb besondere Wertschätzung verdient», findet die Jury.

Die Landeskirche und der Seelsorgerat zeichnen seit 2014 Freiwillige mit dem «Dank Dir!»-Preis aus, «weil freiwilliges Engagement in unserer Gesellschaft und gerade in der Kirche unbezahlbar und nicht wegzudenken» sei, wie Synodalratspräsidentin Annegreth Bienz-Geisseler bei der Preisübergabe sagte. Sie ist eines der sieben Jurymitglieder. «Die einen setzen sich im Verborgenen ein, andere nehmen wir gut wahr.»

Mit dem «Dank Dir!»-Preis solle oft als selbstverständlich wahrgenommenes Engagement öffentlich anerkannt werden. Bischofsvikar Hanspeter Wasmer, auch er gehört der Jury an, bezeichnete die Gottesdienst-Begleitgruppe als «Engelsgruppe». Die Frauen wüssten womöglich gar nicht, wie wichtig sie für viele Heimbewohnerinnen und -bewohner seien. «Wahre Werkzeuge des heiligen Geistes», nahm er auf Pfingsten Bezug.

Rita Gemperle, mit Peter Müller verantwortlich für die Seelsorge im «Zunacher», betonte, welch grosse Entlastung die Frauen für das Pflegepersonal seien, aber auch welche Unterstützung für das Seelsorgeteam. «Die Teilnehmenden sind während des Gottesdienstes betreut und aufgehoben.»

Das ist der «Dank Dir!»-Preis

Mit dem «Dank Dir!»-Preis zeichnen die katholische Kirche im Kanton Luzern und der kantonale Seelsorgerat seit 2014 jedes Jahr eine Gruppe öffentlich aus, deren freiwilliges Engagement Anerkennung verdient.

Bisherige Preisträgerinnen und -träger: 
2014: Ministrantinnen-/Ministrantenschar der Pfarrei Hochdorf 
2015: «Handarbeitsstube» der Pfarrei St. Karl, Luzern
2016: Frauen und Männer, die Menschen mit einer Behinderung begleiten und betreuen
2017: Integrationsprojekt Café Grüezi», Buchrain
2018: Gruppe «Zäme Z’Mettag», Pastoralraum Michelsamt/Beromünster

Der Preis wird jeweils als Überraschung – nicht angekündigt – überreicht. Er besteht aus einem Geldbetrag für einen gemeinschaftlichen Anlass sowie drei «Dank Dir!»-Fahnen, die während eines Jahres vor Ort auf die Auszeichnung hinweisen. Danach werden diese dem nächsten Preisträger weitergereicht. In der Jury des «Dank Dir!»-Preises vertreten sind der Seelsorgerat, der Synodalrat und der Fachbereich Pastoral der Landeskirche, die Bistumsregionalleitung sowie die Synode und eine Vertretung der letztjährigen Preisträger. Für die Vergabe 2019 wurden neun Nominationen eingereicht.