Die unendliche Geschichte eines neuen Kinderspitals in Luzern ist eng mit der Rolle einer Stiftung verknüpft

Die Finanzierung des Kinderspitals in Luzern wird seit Jahrzehnten diskutiert. Immer involviert war die Spitalstiftung, ohne die es kein Kinderspital geben würde.

Lukas Nussbaumer
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Blick auf das 1971 eröffnete Kinderspital in Luzern. 2025 soll ein neues stehen.

Blick auf das 1971 eröffnete Kinderspital in Luzern. 2025 soll ein neues stehen.

Bild: Patrick Hürlimann (18. November 2019)

«Steht in zehn Jahren ein neues Spital?» So titelte unsere Zeitung am 19. September 2001 – und meinte den Ersatzbau für das 1971 eröffnete Kinderspital. Die Antwort der Luzerner Regierung lautete ein gutes Jahr später: Nein, der Kanton allein kann sich einen Neubau nicht leisten. Grund war das Scheitern des angestrebten Konkordats mit den Zentralschweizer Nachbarkantonen sowie mit dem Tessin und Aargau. Diese Kantone würden die Leistungen des Kinderspitals zwar schätzen. Für die Trägerschaft und damit die Finanzierung sei jedoch Luzern selber verantwortlich, schrieb die Regierung in ihrer Antwort auf ein Postulat der SP zur «umgehenden Auslösung weiterer Planungsschritte für das Kinderspital». Mitunterzeichnet war der Vorstoss von der späteren Regierungsrätin Yvonne Schärli. Nur rund 500 Tage zuvor hatten die Zentralschweizer Kantone in Zug noch eine engere Zusammenarbeit beschlossen.