Das alte Modell diskriminierte

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Gesetz Die schweizweite Anpassung des Berechnungsmodells für IV-Renten per 1. Januar geht auf eine Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2016 zurück. Dieser hat die bisherige Praxis als diskriminierend bezeichnet – vor allem Frauen waren benachteiligt: Die bezahlte Arbeit wurde bisher höher gewichtet als andere Aufgaben, etwa Kinderbetreuung. Daraus resultierten, verglichen mit der allgemeinen Berechnungsformel für vollerwerbstätige Personen, zu tiefe Einschätzungen des Invaliditätsgrades – und damit geringere Renten.

Für teilerwerbstätige Personen wird der Invaliditätsgrad nach der gemischten Methode festgelegt. Das heisst, die gesundheitlichen Einschränkungen im Beruf sowie im Aufgabenbereich, zum Beispiel im Haushalt, werden separat ermittelt. (uus)