Das Biozentrum ist vom Tisch

Der Ueli-Hof in St. Niklausen wird nun doch nicht zum Biozentrum ausgebaut. Dabei wird das Projekt in der Fachpresse gelobt.

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Ueli Unternährer, Bauer auf dem Ueli Hof, bei der Arbeit (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Ueli Unternährer, Bauer auf dem Ueli Hof, bei der Arbeit (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Der geplante Ausbau des Biohofs Mättiwil bei St. Niklausen zum regionalen Biozentrum, in dem die Lebensmittelproduktion vom Stall bis zum Verkaufsregal gezeigt werden sollte, ist gescheitert. «Wegen Opposition der Landschaftsschützer mussten wir das Projekt beerdigen», sagt Hans-Ruedi Jung, Geschäftsleiter der Ueli-Hof AG.

Geplant war ein Neubau westlich der bestehenden Gebäude. Darin sollten die Produkte vom Hof und weitere Biolebensmittel neu auch verarbeitet werden. «Das Einzigartige an dem Projekt war, dass Landwirtschaft und Verarbeitung an einem Ort konzentriert gewesen wären», sagt Jung.

Von diesen Plänen hält die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission scheinbar wenig. In ihrem Bericht ist die Rede von einer schweren Beeinträchtigung des Gebiets, das zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung gehört.

In der aktuellen Ausgabe der Zentralschweizer Architekturzeitschrift «Karton» wird das Projekt hingegen sehr gelobt. Gerold Kunz, Co-Leiter der «Karton»-Redaktion, sagt: «Das Projekt ist für uns interessant, weil es Aspekte der Integration von Neubauten exemplarisch darstellt.» Ausserdem sei der planende Architekt Gion A. Caminada bekannt dafür, dass er sich für die Stärkung der Regionen einsetzt.

Silvia Weigel / kst

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der «Neuen Luzerner Zeitung».