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Ebikon: Schulkinder werden wegen krebserregendem Stoff in umliegende Schulhäuser verteilt

Die Schüler des Schulhauses Höfli in Ebikon werden vorerst in umliegenden Schulhäusern unterrichtet. Dies, weil der Naphthalin-Wert durch die Lüftungsanlagen nicht ausreichend gesenkt werden konnte. Einige Schüler müssen nun einen über einen Kilometer längeren Schulweg in Kauf nehmen.
Chiara Zgraggen
Die Schulhäuser Feldmatt (Bild), Wydenhof und das Haus Sonnegärtli dienen als Ersatz für das unbenützbare Schulhaus Höfli. (Bild: Gemeinde Ebikon)

Die Schulhäuser Feldmatt (Bild), Wydenhof und das Haus Sonnegärtli dienen als Ersatz für das unbenützbare Schulhaus Höfli. (Bild: Gemeinde Ebikon)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nach Beschwerden über üblen Geruch in den Schulzimmern wurden im Frühling 2017 erste Luftmessungen im Schulhaus Höfli durchgeführt. Diese zeigten, dass dafür womöglich das krebserregende Naphthalin verantwortlich ist.
  • Im Juni 2018 lagen dann umfangreiche Messdaten vor. Diese zeigten Handlungsbedarf auf.
  • Während den Sommerferien wurde versucht, mit speziellen Lüftungen Abhilfe zu schaffen. Das Ergebnis war unzureichend.
  • Nun müssen die Schüler bis zu den Herbstferien in anderen Schulhäuser unterrichtet werden.
  • Das Provisorium beim Schulhaus Höfli soll nach den Herbstferien bezugsbereit sein.

Das Schulhaus Höfli wird für die Schüler nun definitiv geschlossen. Bereits im Juni hatte die Gemeinde angekündigt, dass sie wegen der anhaltend schlechten Luft ab Herbst ein Provisorium ins Auge fasse (wir berichteten). Bis dahin sollte aber eine Lüftung den Schulbetrieb ermöglichen. Die Messwerte konnten trotz mechanischer Lüftungen in den Sommerferien jedoch nicht unter den vorgesehenen Grenzwert gebracht werden. Wie Andreas Michel, Gemeinderat Ressort Bildung Ebikon, sagt, sind die Tests unter Extrembedingungen durchgeführt worden. So seien die nötigen Untersuchungen bei voller Wärme und Sonneneinstrahlung erfolgt. «Der Richtwert für den Stoff Naphthalin wurde knapp überschritten. Da für die Gemeinde Ebikon die Gesundheit der Kinder und der Lehrpersonen an erster Stelle steht, wollten wir kein Risiko eingehen und deshalb haben wir die Lösung mit den Lüftungen verworfen», so Michel. Daher habe man entschieden, den Unterricht bis zu den Herbstferien in dezentralen Schulräumen abzuhalten.

Schüler werden auf drei Schulhäuser verteilt

Die Primarklassen werden nun in den Schulhäusern Feldmatt und Wydenhof sowie im Haus Sonnegärtli neben dem Känzeli unterrichtet. Laut Andras Michel habe man bewusst die zwei fünften Klassen im am weitesten entfernten Schulhaus Wydenhof untergebracht. «Die fünften Klassen dürfen mit dem Velo in die Schule gehen. Ihnen ist der weiter entfernte Schulweg zuzumuten, weil dieser mit Langsamverkehrsachsen erschlossen ist. Weiter haben wir den Eltern und deren Kindern die Möglichkeit angeboten, dass sie teilweise begleitet mit den Drittklässlern den Schulweg zurücklegen können bis zum Haus Sonnegärtli und auch Busbillette können kostenlos bezogen werden», erklärt Michel. Für den dezentralen Unterricht stünden teilweise Klassenzimmer zur Verfügung. Beim Schulhaus Feldmatt reicht das nicht, dort wird die Aula als Klassenzimmer genutzt.
«Wir arbeiten derzeit an Ersatzlösungen für die Musikschule oder Vereine, die diesen Raum ebenfalls nützen», so Andreas Michel.

Provisorium soll im Oktober bereit sein

Vor den Herbstferien werden erste Bauarbeiten am Fundament auf dem heutigen Fussballfeld des Schulhauses Höfli ausgeführt, damit das Provisorium während den Herbstferien erstellt werden kann. Dafür wird nicht der gesamte Rasen benötigt, so dass die Kinder dennoch auf der Wiese spielen können. Mit dem Anbieter es Provisoriums sei vereinbart, dass der Schulunterricht nach den Herbstferien am 15. Oktober starten könne. Die Planung hierfür sei im Juni umgehend gestartet worden. «Wir mussten zuerst definieren, was für den Schulbetrieb nötig ist. Seit Juni arbeiten wir am Konzept für das Provisorium», erklärt Michel.
Parallel dazu laufen die Planungen für eine neue Schulanlage. Diese soll 2020 fertig gestellt sein.

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