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Neue Rigi-Ausstellung zeigt ein etwas anderes 360-Grad-Panorama

Die Rigi ist der Inbegriff eines Aussichtsbergs. Das Regionalmuseum in Vitznau widmet sich jetzt in einer neuen Sonderausstellung den Rigi-Panoramen – unter dem Motto «360 Grad».
Monika van de Giessen
Museumsleiter Jörg Ch. Diehl im begehbaren Panorama der Ausstellung «360 Grad». (Bild: Eveline Beerkircher (Vitznau, 17. Mai 2018))

Museumsleiter Jörg Ch. Diehl im begehbaren Panorama der Ausstellung «360 Grad». (Bild: Eveline Beerkircher (Vitznau, 17. Mai 2018))

Die Rigi, das ist der Berg des unbegrenzten Rundblicks. Sie zieht jährlich Zehntausende von Gästen aus dem In- und Ausland an. Das Regionalmuseum in Vitznau widmet sich in einer neuen Sonderausstellung den Rigi-Panoramen. Aus einer Sammlung von ­alten und neuen Rundum-, An- und Ausblicken zeigt das Museum, warum der Aussichtsberg Rigi so viele Besucher in seinen Bann zieht. «Wir nennen die Sonderausstellung schlicht und einfach ‹360 Grad›. Das Panorama ist es nämlich, was man als Erstes auf dem Gipfel der Rigi geniesst», sagt Museumsleiter Jörg Ch. Diehl an der Vernissage von gestern vor rund 100 Gästen. Die Rigi galt und gelte noch immer als Aussichtsberg par excellence.

Selbst Goethe war fasziniert von der Rigi

Der aufkommende Tourismus, die spektakulären Landschaften und geschichtsträchtige Ereignisse führten in der Schweiz zur Realisierung einiger Panoramenbilder. Wenig bekannt ist über das um 1830 von Rudolf Huber gemalte erste grosse Panoramabild der Rigi. Rund drei Jahrzehnte später schuf Georg Meyer sein erstes Rigi-Panorama.

Selbst Johann Wolfgang von Goethe war fasziniert von der Rund- und Aussicht auf der Rigi, die er auf seiner ersten Schweizer Reise besuchte. Der Tagebucheintrag verrät seine Begeisterung: «... rings die Herrlichkeit der Welt», schrieb er. Der unbegrenzte Rundblick fasziniert Menschen – in der Realität in Form eines begehbaren Riesenpanoramas oder als handliches Souvenir im Taschenformat. Ältere Generationen erinnern sich bestimmt noch an die zwei- bis fünfteiligen, ausklappbaren, farbigen oder schwarz-weissen Souvenir-Panoramenkarten, die man als Andenken von einem Ausflug oder von einer Schulreise mit nach Hause nahm.

Ein Aussichtspunkt auf der Rigi scheint besonders beliebt zu sein. Dies hat sich an der Vernissage herauskristallisiert: Das Känzeli auf Rigi-Kaltbad. Schreinermeister Walter Murer aus Weggis erklärt diese Aussichtsplattform als seinen Lieblingsaussichtspunkt. «Man hat einen schönen Rundblick und vor allem, man sieht auf meinen Wohnort Weggis.» Auf die Frage, weshalb die Rigi seit Jahrzehnten ein beliebter Aussichtsberg bei Gästen aus dem In- und Ausland ist, hat der Weggiser ebenfalls eine Erklärung parat: «Früher sagte man, die Rigi sei ein ‹Altweiberberg›.» Dies, weil die Wanderwege auf der Rigi moderat ansteigen oder geradeausgehen.

Mit dem Känzeli als besonderem Aussichtspunkt ist Walter Murer nicht alleine. Josef Muheim, alt Gemeindepräsident aus Greppen und Gemeindeammann Alex Waldis aus Vitznau schwärmten ebenfalls davon. Wobei Letzterer bezüglich Panorama noch einen Geheimtipp auf Lager hat. Das Märis sei bezüglich Panorama mit Abstand der schönste Platz auf der Rigi, so Waldis. Märis? Nicht-Insidern sei verraten: Der Aussichtspunkt Märis liegt unterhalb der Wissifluh. Diese ist zu Fuss oder mit der Seilbahn zu erreichen. Für Rigikenner Konrad Strassmann aus Küssnacht ist der Rotstock, nicht zuletzt wegen der vielfältigen Flora, der attraktivste Aussichtspunkt.

Vergangenheit und Gegenwart

Neu werden die Museumsbesucher über zwei Stockwerke von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit geführt. Auf verschiedenen Zeittafeln erfährt der Besucher bereits im Treppenhaus, was heute und einst rund um die Rigi und auf der Welt passierte. Ein zweiter Erweiterungsschritt ist für das kommende Jahr geplant. Nach dem Motto «Das Museum auf Reisen» möchte man mit Kleinvitrinen an Aussenstandorten mit einem Museumskoffer auf Vortragsreisen gehen.

Hinweis

Das Museum ist von Mittwoch bis Samstag von 16 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Die Ausstellung dauert noch bis 16. September. Weitere Infos: www.regionalmuseum.ch.

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