DAS FASNACHTSWOCHENENDE: Fasnacht nimmt Samstag ein

Am Rüüdige Samschtig ist immer mehr los in Luzern. Das gefällt sogar Baslern.

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Es ist einfach himmlisch: Die Vikinger-Powernight im Hotel Schweizerhof. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Es ist einfach himmlisch: Die Vikinger-Powernight im Hotel Schweizerhof. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Der Samstag mausert sich zum ausgewachsenen Fasnachtstag. Es ist mächtig was los. Ein Beispiel: Wenn sich Verkleidete und Maskierte einer Polonaise anschliessen, die höchsten Würdenträger aller grossen Luzerner Zünfte und Fasnachtsgesellschaften auf die Tanzfläche geholt werden und laut «brüelet» wird, dann ist Seniorenfasnacht im Casino Luzern.

Schon seit 1973 organisiert das Lozärner Fasnachtskomitee zusammen mit Pro Senectute diesen Anlass, rund 400 Personen kommen jährlich. Kurt Schäfer (78) aus Muttenz zum Beispiel: Selbst ihm als Basler, verriet er, gefalle die Luzerner Fasnacht. «Mit den vielen Kostümierten, den super guten Guuggen und der familiären Ambiance gefällt mir die Seniorenfasnacht speziell.»

Abends wurde dann der «Schweizerhof» mit der Vikinger-Powernight zum fasnächtlichen Tollhaus: Die Vikinger organisierten den Anlass für rund tausend Personen. Piratenbräute, Indianer und Elfen tanzten zur Musik der Gruppe mit dem speziellen elektronisch verstärkten Sound bis in die frühen Morgenstunden.

Auch hier wurden nicht nur Einheimische angezogen: «Ich komme jedes Jahr extra für die Fasnacht und speziell für die Powernight nach Luzern», sagt die Stuttgarterin Sabine Plonkenhorn. «Fantasievolle Kostüme, gut aussehende Menschen und Liebe fürs Detail – das machts einmalig hier!»

Stefan Schütz