Das Frigorex-Areal wird jetzt überwacht

Nach der illegalen Feier vom Freitag wollen die Organisatoren das Frigorex-Areal auch künftig nutzen. Das will der Eigentümer verhindern – und will deshalb das Areal durch die Securitas überwachen lassen.

Drucken
Teilen
Das Frigorex-Areal soll künftig von der Securitas überwacht werden. (Bild: Archiv Dave Schläpfer/Neue LZ)

Das Frigorex-Areal soll künftig von der Securitas überwacht werden. (Bild: Archiv Dave Schläpfer/Neue LZ)

Noch immer weiss die Luzerner Polizei nicht, wer am Freitag auf dem Frigorex-Areal im Tribschenquartier eine illegale Party veranstaltet hat. Der betroffene Grundstück-eigentümer Jost Schumacher will künftig Securitas rund um das Areal patrouillieren lassen. «Ich werde damit die Ordnung aufrecht erhalten.»

Eigentümer bewusst nicht gefragt

Dabei hätte Schumacher für die Party durchaus ein offenes Ohr gehabt. Denn er sagt: «Die Organisatoren sollen das nächste Mal bei mir anklopfen, dann könnten wir vielleicht zusammen mit den Behörden eine Lösung finden.» Die Gruppe hat dies laut Recherchen unserer Zeitung bewusst unterlassen. «Die Organisatoren befürchteten, dass die Veranstaltung dann gar nicht erst hätte stattfinden können», sagt der Jurist und Doktorand Luca Langensand, der sich selbst als «externen Vermittler» der Organisatoren bezeichnet.

Mit der illegalen Party wollte die Gruppe laut Langensand aufzeigen, dass ein grosses Bedürfnis nach kulturellen Freiräumen bestehe. Das sehen auch die Luzerner Jungsozialisten so, von denen einige selber an der illegalen Party waren. «Die Besetzung war ein Zeichen, dass sich viele Menschen in dieser Stadt ausgeschlossen fühlen», sagt Yannick Gauch, Präsident der städtischen Juso.

Illegale Party auf der Ufschötti

Die Polizei geht im Übrigen davon aus, dass unter den Partygängern auch jene Leute waren, die am Tag darauf die Fernsehsendung «SF bi de Lüt» auf dem Mühlenplatz stören wollten. Ebenfalls einen Zusammenhang sieht die Polizei mit einer ebenfalls illegalen Party vom Samstagabend auf der Ufschötti. Anwohner beschwerten sich wegen übermässigen Lärmbelastungen. Bevor die Polizei jedoch Massnahmen einleitete, war das Konzert bereits beendet.

Alexander von Däniken und Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper.