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«Das geht an die Substanz»

Finanzen Im Zuge des Konsolidierungsprogramms KP 17 mussten die Sozialberatungszentren im Suchtbereich insgesamt 400 000 Franken einsparen. In «hart geführten Vertragsverhandlungen» habe der gekürzte Kantonsbeitrag auf zwei Jahre verteilt werden können, heisst es im Jahresbericht des SOBZ Region Willisau-Wiggertal. «Für zwei Jahre haben wir nun eine gewisse Sicherheit, was ab 2019 passiert, ist offen», sagt Geschäftsführerin Verena Wicki Roth auf Anfrage.

Da die Kürzungen anhand der Dossierzahl auf die vier Standorte im Kanton verteilt wurden und die meisten in Luzern anfallen, kam das SOBZ Region Willisau-Wiggertal heuer mit 17 400 Franken weniger noch relativ glimpflich davon.

Für den Fehlbetrag springen nun die 24 Trägergemeinden ein. «Bis jetzt funktioniert die Solidarität unter den Gemeinden noch. Wo die Schmerzgrenze liegt, ist schwierig zu sagen», sagt dazu Markus Tremp, Präsident des Gemeindeverbands. «Die Gefahr droht, dass der Kanton den Gemeinden aufgrund des Spardrucks neue Lasten überwälzt oder weitere Gelder kürzt. So geht es langfristig wohl nicht ohne Leistungsabbau», erklärt er weiter.

Am meisten Beratungen zum Thema Alkohol

Nächstes Jahr sind es schon 36 000 Franken, die dem SOBZ Willisau-Wiggertal fehlen. «Das geht an die Substanz», sagt Wicki Roth. Bislang könne sie Fachpersonal aus suchtspezifischen Institutionen mit Therapieerfahrung beschäftigen. «Weitere Kürzungen lassen uns keine vernünftigen Pensen mehr anbieten. Stärker gefordert wären dann Ärzte und die Psychiatrie.»

Sie vertrete ganz klar die Haltung, dass auch die Landschaft eine Suchtberatung brauche, sagt Verena Wicki Roth. Der grösste Teil der 64 Beratungen in diesem Bereich habe Alkohol betroffen. «Alkoholprobleme sind mit viel Scham behaftet. Eine Beratung ausserhalb der eigenen Gemeinde macht Sinn, doch das Angebot muss in der Region bleiben, um die Schwelle tief zu halten», sagt Verena Wicki Roth. «Insbesondere, weil gewisse Suchtkranke keinen Führerschein haben, wäre eine Konzentration der Angebote auf die urbanen Gebiete der Sache nicht dienlich.»

Stärkere Zusammenarbeit mit Partnern

Bereits bekannt ist, dass das SOBZ Luzern bei der Suchtberatung künftig stärker mit dem Verein Akzent Prävention und Suchttherapie zusammenarbeiten will (Ausgabe vom 3. März 2017). Die beabsichtigte Fusion sei «immer noch in der Phase der Erstellung einer Machbarkeitsstudie», wie SOBZ-Geschäftsführer Beat Waldis auf Anfrage sagt.

Ende Juni sollten die Ergebnisse vorliegen. «Danach werden die weiteren Schritte entschieden.» Die Grundlagen sollen im Jahr 2018 von den jeweiligen Generalversammlungen abgesegnet werden. (fi)

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