Das Gerangel um 355 Sitze im Kanton Luzern

Die Traditionsparteien CVP und FDP stehen bei den Gemeinderatswahlen am 6. Mai unter Druck. Besonders die SVP will ihre bisherige Untervertretung korrigieren.

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Am 6. Mai wird im ganzen Kanton Luzern gewählt. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Am 6. Mai wird im ganzen Kanton Luzern gewählt. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

In 75 Gemeinden wählen die Stimmbürger am 6. Mai ihre neuen Vertreter in der Gemeindeexekutive. Für die 355 zur Wahl stehenden Sitze kandidieren 403 Personen. In Greppen werden neu fünf Gemeinderatssitze vergeben (vorher drei). In einer einzigen Gemeinde haben sich weniger Kandidaten gemeldet, als Sitze zu vergeben sind: In Aesch fehlt noch ein Kandidat. Vor vier Jahren waren es noch drei Gemeinden, denen ein oder mehrere Kandidaten für den Gemeinderat fehlten: Meierskappel, Neudorf und Pfeffikon.

31 Mal Spannung bei Kampfwahl

In 31 von 75 Gemeinden bemühen sich mehr Kandidaten um einen Sitz im Gemeinderat, als Sitze zu vergeben sind. Zu Kampfwahlen kommt es in den folgenden Gemeinden: Dierikon, Ebikon, Greppen, Honau, Horw, Kriens, Luzern, Malters, Meggen, Udligenswil, Vitznau, Weggis, Ballwil, Emmen, Eschenbach, Hitzkirch, Hochdorf, Rothenburg, Eich, Grosswangen, Nottwil, Ruswil, Schenkon, Triengen, Dagmersellen, Ettiswil, Luthern, Pfaffnau, Reiden, Wikon, Entlebuch.

Dabei ist es insbesondere die SVP, die den beiden Traditionsparteien CVP und FDP Sitze streitig macht. In 19 Gemeinden treffen SVP und CVP bei Kampfwahlen aufeinander, in 15 Gemeinden duellieren sich SVP und FDP. Aber auch die etablierten Parteien lassen ihre jeweiligen Reviere nicht ganz unangetastet. In immerhin 18 Gemeinden bewerben sich CVP- und FDP-Vertreter um dieselben Sitze.

Parteilose weiterhin die Ausnahme

Obwohl auch hierzulande die Parteien über die Schwierigkeiten bei der Kandidatensuche klagen: Die Zahlen zeigen ein leicht anderes Bild. Die Gemeinden des Kantons Luzern trotzen weiterhin dem schweizweiten Trend zu mehr Parteilosen in den Gemeindeexekutiven. Während in anderen Kantonen bis zur Hälfte der Gemeinderäte keiner Partei mehr angehören, wird dieser Anteil im Kanton Luzern auch nach den Wahlen kaum mehr als 10 Prozent betragen.

Florian Weingartner

Die Ausgangslage der einzelnen Parteien lesen Sie am 17. April in der Neuen Luzerner Zeitung und als Abonnent kostenlos im E-Paper.