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Das KKL will mit DJ-Classic-Konzert mehr Junge anlocken

Ein für die Schweiz neuartiges Konzertformat soll noch mehr junge Leute ins Luzerner Kultur- und Kongresszentrum locken. Das Geschäftsjahr 2017 verlief insgesamt erfolgreich – Sorgenkind bleibt allerdings die Gastronomie.
Hugo Bischof
Die «Haçienda Classiçal» hat auch schon in der bekannten Royal Albert Hall in London stattgefunden. Bild: PD

Die «Haçienda Classiçal» hat auch schon in der bekannten Royal Albert Hall in London stattgefunden. Bild: PD

Die KKL Management AG erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz (Nettoerlös) von rund 31,3 Millionen Franken. Das ist ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr (31,2 Millionen Franken). Auch der Jahresgewinn fiel mit rund 92000 Franken etwas höher aus (Vorjahr 88000 Franken).

Die Unternehmensleitung des Kultur- und Kongresszentrums Luzern sprach an einer Medienkonferenz am Mittwoch von einem «erfolgreichen Geschäftsjahr» und einem «soliden Jahresergebnis».Die grössten Investitionen wurden im Jahr 2017 einmalig für den neuen Markenauftritt und die Modernisierung der IT-Infrastruktur getätigt.

20 Jahre Konzertsaal werden gefeiert

Dieses Jahr wird der KKL-Konzertsaal 20-jährig. Das Jubiläum wird mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert. Die wohl bemerkenswerteste darunter ist die so genannte «Haçienda Classiçal» am 11. August. Dabei werden zwei international bekannte DJs, Graeme Park und Mike Pickering, gemeinsam mit dem Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester auf der grossen KKL-Bühne auftreten. Dazu kommt ein Chor aus Manchester mit einem knappen Dutzend Sängerinnen und Sängern, die zum Teil solistisch auftreten.

«Es handelt sich um ein neues Dance-Classic-Format aus Grossbritannien und Schottland», sagte KKL-CEO Philipp Keller. «Ein solcher Event findet erstmals in der Schweiz statt.» Die beiden DJs Graeme Park und Mike Pickering traten vor kurzem mit einem ähnlichen, viel umjubelten Konzert in der Londoner Royal Albert Hall vor rund 7000 Zuschauern auf. «Die 1700 Plätze im KKL werden wir sicher problemlos füllen», sagte Keller. Der Vorverkauf ist angelaufen.

Das KKL Luzern will künftig vermehrt selber als Veranstalter auftreten. «Aber nicht in Konkurrenz zu den bisherigen Konzertveranstaltungen und Festivals», betonte Keller. «Wir wollen Lücken füllen und Ergänzungen schaffen.» Das soll zu einer noch besseren Auslastung des KKL beitragen. Mit der «Haçienda Classiçal» sollen vermehrt auch Junge zu einem Besuch des KKL animiert werden.

Am 14. August findet zudem ein Benefizkonzert zugunsten des KKL Luzern statt. Erstmals in der Geschichte treten dabei das Lucerne Festival Orchestra und das Luzerner Sinfonieorchester am gleichen Konzertabend auf – mit Werken von Wagner, Brahms und Dvořák.

Auch KKL-Architekt Jean Nouvel redet mit

Das Sorgenkind des KKL bleibt die Gastronomie. Zum zweiten Mal in Folge ging der Erlös aus den KKL-Restaurants und -Bars leicht zurück. Im Jahr 2015 hatten diese 13,38 Millionen Franken erwirtschaftet. 2016 betrug der Erlös 12,42 Millionen Franken, im Jahr 2017 nur noch 12,26 Millionen Franken. «Da müssen wir uns etwas einfallen lassen», sagte KKL-Verwaltungsratspräsident Peter Mendler. Man sei daran, das Konzept zu überdenken. Das brauche aber etwas mehr Zeit als ursprünglich gedacht. Unter anderem müssten Konzeptänderungen auch mit dem französischen KKL-Architekten Jean Nouvel abgesprochen werden. «Wir sind mit ihm bereits im Gespräch», sagte Mendler. Der operative Betrieb des KKL ist nicht subventioniert und wird durch die Betreiberin KKL Luzern Management AG selbsttragend geführt.

Die KKL-Trägerstiftung wird von der öffentlichen Hand für den langfristigen Werterhalt des Gebäudes jährlich mit 4,6 Millionen Franken unterstützt (4,1 Millionen von der Stadt, 0,5 Millionen vom Kanton Luzern). In den kommenden zehn Jahren sollen zudem Private insgesamt 3 Millionen Franken für den Werterhalt des KKL aufbringen. Dafür wurde 2017 der «Club of Lucerne» gegründet. Diesen Dienstag wurde neu der Verein «KKL Family» lanciert. Mitgliedschaften sind für Einzelpersonen, Familien und KMU möglich.

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