Kommentar

Das Konzept zu den Sozialräumen in Luzern Süd ist ein wichtiger erster Schritt

Der Krienser Stadtrat hat erkannt, dass er handeln muss, um die Aufenthaltsqualität im neu entstehenden Stadtteil zu sichern. 

Stefan Dähler
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Stefan Dähler

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Innerhalb von nur rund 20 Jahren entsteht in Luzern Süd ein neuer Stadtteil. Das ist für die Stadt Kriens, in deren Hoheit sich der grösste Teil des Gebiets befindet, eine grosse Herausforderung. Denn sie besitzt in Luzern Süd fast kein Land und ist knapp bei Kasse, so dass sie die nötige Infrastruktur wie Verbindungswege oder öffentliche Freiräume nur gestaffelt realisieren kann. Bis jetzt scheint der Stadtteil eher zufällig zu wachsen, es fehlt eine Beziehung zwischen den Überbauungen. So besteht das Risiko, dass die Aufenthaltsqualität auf der Strecke bleibt.

Dieses Risiko hat der Stadtrat erkannt – wenn auch nicht von Beginn weg, wie er einräumt. Das nun vorliegende sozialräumliche Konzept enthält die Leitlinien, um Luzern Süd zu einem lebendigen Stadtteil zu machen. Klar, durch Freiräume, die sich auf private Grundstücke erstrecken oder das Verhindern von Gartenzaun-Bebauungen werden Investoren eingeschränkt. Doch letztendlich profitieren auch sie von einem attraktiven Quartier.

Nun gilt es, das Konzept so gut wie möglich umzusetzen. Dabei stehen natürlich nicht nur Investoren, sondern auch die Stadt Kriens in der Pflicht. Sie muss einen Weg finden, die Ressourcen für die Infrastruktur bereitzustellen. Weiter braucht es eine Lösung für das Schlüsselareal Grabenhof, für das Kriens grosse Pläne hat. Das Grundstück gehört allerdings der Stadt Luzern, die aufgrund der Bodeninitiative kein Land mehr verkaufen darf. Die Herausforderungen bleiben gross, doch mit dem Konzept ist zumindest ein erster Schritt ist getan.

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Stefan Dähler