Kommentar

Das Krienser Ja zum Einzonungsmoratorium ist ein wegweisender Nullentscheid

Dass die Stadt Kriens kein Bauland mehr einzonen darf, ändert in der Praxis nicht viel – der Entscheid der Stimmbevölkerung hat aber starke Signalwirkung.

Simon Mathis
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Simon Mathis

Simon Mathis

Die Krienser Stimmbevölkerung hindert die Stadt daran, in den nächsten 15 Jahren Bauland einzuzonen. Die Auswirkungen dieses Beschlusses tendieren gegen Null. In Kriens ist bereits mehr als genug Bauland vorhanden. Sieht man vom Areal Weinhalde am Sonnenberg ab, stehen zurzeit keine Einzonungen mehr an.

Dennoch: Dass das linksgrüne Anliegen der baulichen Mässigung bei der Bevölkerung auf Gehör stösst, ist eine unmissverständliche Botschaft. Die Wachstumsskepsis in der Region Luzern ist definitiv auch in Kriens angekommen. Das wird diversen Investoren im Hinblick auf den Urnengang im November Kopfzerbrechen bereiten. Dann nämlich befinden die Krienser nicht nur über die Weinhalde-Einzonung, sondern auch über das Referendum zur Pilatusarena. Diese beiden Grossprojekte durchzubringen wird kein Spaziergang.

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