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Das lange Warten hat ein Ende: Meron aus Eritrea darf in der Schweiz bleiben

Nach fast vier Jahren ist jetzt klar: Meron Tesfay aus Eritrea muss nicht in seine Heimat zurück. Sein sehnlichster Wunsch geht damit in Erfüllung. Der 24-Jährige will demnächst eine Lehre starten.
Yasmin Kunz
Meron hat allen Grund zum Lachen: Der junge Eritreer darf in der Schweiz bleiben. (Bild: Pius Amrein, Meggen, 6. Dezember 2018)

Meron hat allen Grund zum Lachen: Der junge Eritreer darf in der Schweiz bleiben. (Bild: Pius Amrein, Meggen, 6. Dezember 2018)

«Ich freue mich sehr, dass ich in der Schweiz bleiben darf», sagt Meron Tesfay. Zugleich sei es auch eine enorme Erleichterung. Meron ist seit fast vier Jahren hier – und erst dieser Tage hat er vom Amt für Migration den Entscheid erhalten, dass er bleiben darf. Für den 24-Jährigen ist damit die lange Zeit der Unsicherheit vorbei. Er hat eine Aufenthaltsbewilligung B erhalten. Heisst: Er kann nicht nur in der Schweiz bleiben, sondern auch eine Ausbildung machen. Und genau das war der sehnlichste Wunsch von Meron.

Rückblick: In seinem Heimatland wurde Meron für den Militärdienst auf unbekannte Zeit eingezogen. Er hielt es im Militär nicht aus und ist abgehauen. Dafür kam er ins Gefängnis. Dort ergriff er erneut die Flucht – diesmal weit weg: über Äthiopien, Sudan, Libyen und dann mit dem Gummiboot nach Italien und von da aus in die Schweiz. Wäre er zurückgeschickt worden, hätte man ihn wieder ins Gefängnis gebracht. Das gelte für alle Dienstverweigerer in seinem Land, erklärte er.

Beim Catering in Meggen Arbeit gefunden

Zurück in die Schweiz, genauer in den Kanton Luzern: Der junge Mann hat nun über ein Jahr für Lucas Rosenblatt gearbeitet. Rosenblatt führt einen Catering-Service in Meggen. Meron wird vorerst weiter mit Rosenblatt kochen und Anlässe durchführen. In Zukunft will der in Sursee wohnhafte Eritreer eine Lehre starten.

Lucas Rosenblatt und seine Frau Bettina, die mit ihm das Catering betreibt, freuen sich sehr für Meron. «Dieser Entscheid ist super und wir können es noch kaum fassen.» Die Wartezeit sei schwierig gewesen. «Diese Unsicherheit bedrückte ihn sehr und wir haben mit ihm gelitten.»

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