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Das Luzerner Hinterland hat junge Biker im Fokus

Am Wochenende wird das 24-Stunden-Rennen Schötz zum 26. Mal ausgetragen. Für den dorfeigenen Veloclub ist der Anlass immer ein besonderes Highlight. Auch, weil der Verein früh die richtigen Weichen stellte.
Ernesto Piazza
Veloclub Schötz-Präsident Marcel Heller lässt es sich nicht nehmen, die Rennstrecke selber zu befahren. Bild: Pius Amrein (Schötz, 2. August 2018)

Veloclub Schötz-Präsident Marcel Heller lässt es sich nicht nehmen, die Rennstrecke selber zu befahren. Bild: Pius Amrein (Schötz, 2. August 2018)

Die Sonne brennt heiss und unerbittlich. Für einen Moment geniesst Marcel Heller den Schatten, den ihm diverse Bäume spenden. Bereits einige Tage vor dem Schötzer 24-Stunden-Rennen ist der Präsident des örtlichen Veloclubs im Zielgelände anzutreffen. Die Infrastruktur werde sukzessive aufgebaut, erklärt das OK-Mitglied des Hinterländer Grossanlasses vom Wochenende. Dafür, dass die 26. Austragung wiederum zu einem Erfolg wird, opfert der Streckenchef extra einige Tage Freizeit.

Man müsse schon etwas «angefressen» sein, gibt Heller zu. Doch schliesslich will er mit seiner Crew fürs Rennwochenende nichts dem Zufall überlassen. 106 Startplätze sind momentan vergeben. Ungefähr 440 Teilnehmer werden in verschiedenen Teamgrössen diesmal den rund fünf Kilometer messenden Rundkurs mit jeweils 70 Höhenmetern in Angriff nehmen. Das sind zwar einige Mannschaften weniger als bei der letztjährigen Jubiläumsausgabe. «Doch diese Zahl variiert immer ein wenig», erklärt Heller. Wichtig sei, dass vor allem regionale Teams an den Start gehen. «Jeder Rennfahrer bringt fünf bis zehn Besucher mit.» Hier merkt man: Der Anlass beinhaltet für den VC Schötz ebenfalls einen finanziellen Aspekt. Ein Teil des Gewinns fliesst in die Vereinskasse. «Dieses Geld wird in die Jugendförderung investiert», sagt Präsident Heller, der die Funktion bereits seit zehn Jahren ausübt.

Schon früh auf die richtige Karte gesetzt

Die jungen Fahrer sind das eigentliche Aushängeschild des Veloclubs Schötz. Während der Verein von den Kids bis zu den Aktiven insgesamt rund 150 Mitglieder umfasst, geht rund ein Drittel auf das Konto der Kategorie U20-Biker. Bereits anfangs der 1990er-Jahre setzte der Veloclub vermehrt auf die Karte Mountainbike. Eine der Haupttriebfedern der Neuausrichtung war der damalige Vereinspräsident und langjährige OK-Chef des 24-Stunden-Events, Franz Kunz. «Dieser Entscheid war absolut richtig», sagt Marcel Heller, der 1995 in Willisau selber Mountainbike-Elite-Schweizermeister wurde.

Von einem klugen Beschluss spricht er auch beim 24-Stunden-Rennen von der Strasse auf das Bike zu wechseln. Obwohl damals nicht wenige diesem Rennen keine Zukunft mehr gaben. Selbst ein Verein wie Pfaffnau, der bei den Strassenfahrern eine langjährige Tradition aufweist, versuche in diesem Bereich etwas aufzubauen, sagt Heller. Heute sei das Bike bei den Jungen im Trend, «deshalb können wir sie für die Sportart abholen», vermutet der Präsident. Das Seinige dazu tragen auch die ebenfalls von Schötz ins Leben gerufenen Mittwochabendrennen bei. Dort überwiegen mit einer Präsenz von einem Viertel bis zu einem Drittel des Feldes jeweils die rot-weissen Trikots.

Rekrutierung von Betreuern als grosse Herausforderung

Einen wichtigen Aspekt für den Zuspruch sieht Heller in der Schötzer Sportwoche. Fussball- , Tennis-, Karate-, Ski- und Veloclub sowie der Turnverein sind gemeinsam für die Organisation verantwortlich. Im Rahmen dieser Woche bringen auch Mitglieder des VC Schötz den Kids während eines halben Tages die Kniffe des Bikens näher. Stets mit dem Ziel: Junge für die Sportart zu begeistern. Dazu kommt jeweils im Frühling ein Bike-Schnuppertag.

Solche Anlässe erfordern viel Engagement. Man müsse einiges an Zeit investieren, gibt Heller zu bedenken. In den vergangenen drei, vier Jahren sei die Bewegung extrem gewachsen. Mittlerweile zählen die Schötzer Biker bei den Jungen wohl zur zahlenmässig grössten des Kantons. Diese Sogwirkung – auch die «Mund-zu-Mund-Werbung» – ist zugleich die grosse Herausforderung für den Veloclub. Es braucht viele Betreuer, die helfen, die Entwicklung mitzutragen. Den örtlichen Fussballclub sieht Heller nicht als Konkurrenz. «Es gibt Junge, die in beiden Vereinen dabei sind und letztlich die Sportart wählen, die ihnen mehr Freude bereitet.» Während ein Grossteil der Jungen im Laufe der Zeit wegfällt, sei es das Ziel von beispielsweise 40 Bikern deren 10 bis 15 zu halten. «Sie tragen den Verein weiter.»

Beim 24-Stunden-Rennen – dem eigentlichen Clubhighlight – sind 80 bis 90 eigene Mitglieder in unterschiedlichsten Funktionen im Einsatz. Am Start stehen auch Schötzer Fahrer. «Beim eigenen Anlass wachsen sie stets über sich hinaus», sagt der Präsident – und packt bei den Aufbauarbeiten erneut mit an.

Mehr Infos zum Anlass gibt es unter: www.24stundenrennen.ch.

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