Das Luzerner Kantonsspital schafft zusätzliche Kapazitäten für Corona-Patienten

Das Luzerner Kantonsspital bereitet sich auf mehr Hospitalisierungen vor: Beatmungsplätze auf den Intensivstationen werden erhöht, nicht dringliche Operationen reduziert.

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(cza) Weil die Zahl der positiv auf Coronavirus getesteten Personen in den letzten Wochen stark zugenommen habe, sei davon auszugehen, «dass auch die Zahl der Hospitalisierungen in den nächsten Wochen weiter ansteigen wird», heisst es in einer Mitteilung das Luzerner Kantonsspital LUKS vom Dienstag. Die möglichst gute Bewältigung der Pandemie verlange von den Spitälern einen «sehr gezielten Umgang» mit den personellen sowie infrastrukturellen Ressourcen über eine lange Zeit.

Am Standort Luzern bereitet man sich auf mehr Corona-Patienten vor.

Am Standort Luzern bereitet man sich auf mehr Corona-Patienten vor.

Bild: Patrick Hürlimann

Damit die Kapazitäten für Pandemiefälle umgenutzt werden können, hat der Pandemiestab des LUKS nun beschlossen, dass der Standort Luzern ab kommendem Freitag den Regelbetrieb verstärkt einschränkt. Mit dieser Massnahme verbunden sind eine Reduktion von Operationssälen sowie eine sukzessive Erhöhung der Beatmungsplätze auf der Intensivstation. Um die nötigen Ressourcen im Ärzte- und Pflegebereich bereit zu stellen, werden die Kapazitäten der nicht dringlichen Eingriffe reduziert.

Im Gegensatz zur ersten Welle, als der Bundesrat ein Verbot von medizinisch nicht dringlichen Eingriffen erliess, läuft der Regelbetrieb damit in reduzierter Form weiter. Auch die Ambulatorien bleiben in Betrieb, Sprechstunden finden wie gewohnt statt. Von den Massnahmen betroffene Patientinnen und Patienten werden einzeln informiert. Die Kapazitäten für alle medizinischen Notfälle bleiben erhalten, akut erkrankte Personen können und sollen jederzeit ohne Bedenken das Spital aufsuchen.

Mässige Einschränkung des Regelbetriebs in Sursee und Wolhusen

An den Standorten des LUKS Sursee und LUKS Wolhusen wird der Regelbetrieb vorderhand nur mässig eingeschränkt. Damit sind Operationen an den Aussenstandorten zum grossen Teil weiterhin durchführbar bei gleichzeitiger Betreuung von hospitalisierten Corona-Patienten. Sollte es die Situation erfordern, könne der Pandemiestab weitere Massnahmen beschliessen.