Das Nachtfahrverbot gilt für weitere 60 Tage

Seit Mitte Oktober 2011 gilt in der Stadt Luzern versuchsweise ein Fahrverbot in den von der Strassenprostitution am meisten betroffenen Gebieten. Dieser Pilotversuch wird nun um weitere 60 Tage verlängert.

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Eine Frau steht bei der St.-Karli-Brücke in Luzern. (gestellte Szene). (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Eine Frau steht bei der St.-Karli-Brücke in Luzern. (gestellte Szene). (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Bis Mitte Dezember war an der Werkhof- und Dammstrasse sowie bei der Einfahrt auf die Reussinsel ein nächtliches Fahrverbot als Pilotversuch in Kraft. Diese Sofortmassnahme wurde eingeführt, um die am stärksten belastete Anwohnerschaft dieser Strassen von den Auswirkungen der Strassenprostitution zu entlasten.

Situation für Anwohner verbessert

Die Situation für die Anwohner in der Rösslimatte und im Raum Kreuzstutz habe sich dank der seit Mitte Oktober platzierten Fahrverbote stark verbessert, schreibt die Stadt Luzern in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Mit den Fahrverboten könne der Autoverkehr der suchenden Freier gelenkt werden. Gleichzeitig sei aber auch eine örtliche und zeitliche Verschiebung eines Teils der Szene feststellbar.

Der Stadtrat strebe eine nachhaltige und ganzheitliche Verbesserung der Situation an. Ein neues Reglement sieht Sperrzonen vor, in denen Strassenprostitution weder angeboten noch nachgefragt werden darf. Das Reglement tritt frühestens Mitte Februar 2012 in Kraft.

Um die negativen Auswirkungen bis Inkrafttreten des Reglements auf tiefem Niveau halten zu können, hat der Stadtrat beschlossen, den Pilotversuch noch bis mindestens Mitte Februar 2012 weiter zu führen.

pd/zim