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Das neue Haus Pilatus begeistert Bewohner: «Der Balkon ist das Nonplusultra»

Für rund 60 Senioren war grosser Zügeltermin. Nach 30 Monaten Bauzeit ist das neue Haus Pilatus der Viva Luzern Dreilinden jetzt bewohnt. Zwei die die Luzerner Stadtseite gewechselt haben erzählen von ihrem gelungenem Umzug.
Sandra Monika Ziegler
Robi Niederberger spielt Monika Odermatt-Planzer ein Ständchen auf seinem Balkon. (Bilder: Dominik Wunderli, Luzern, 16.Juli 2019)

Robi Niederberger spielt Monika Odermatt-Planzer ein Ständchen auf seinem Balkon. (Bilder: Dominik Wunderli, Luzern, 16.Juli 2019)

Seit Anfang Monat ist Leben eingekehrt im neuen Haus Pilatus der Viva Luzern Dreilinden. Denn 59 Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Diamant im Betagtenzentrum Viva Luzern Eichhof haben die Stadtseite gewechselt und sind im Dreilinden eingezogen. Der Umzug wurde notwendig, weil dem Haus Diamant eine Totalsanierung bevorsteht.

Wann damit begonnen wird, ist aber noch nicht bestimmt. Zur Zeit läuft noch eine Machbarkeitsstudie, die prüfen soll, ob dereinst Wohnungen mit Dienstleistungen im Diamant angeboten werden können. «Bis auf eine Person sind alle ins Haus Pilatus gezogen. Die jüngste Bewohnerin ist 72 Jahre alt, der älteste Bewohner 101-jährig», erklärt Jasmin Höliner, Betriebsleiterin Viva Luzern Dreilinden. Dass das Durchschnittsalter bei 88 Jahren liegt, erstaunte selbst Höliner.

63 von 70 Plätzen sind schon bezogen

Das Haus Pilatus bietet insgesamt 70 Plätze, 63 davon sind bereits bezogen, drei reserviert und vier noch frei. Etwa zwanzig Prozent sind Männer. Umgezogen ins neue Haus sind auch Monika Odermatt-Planzer (85) und Robi Niederberger (79). Sie leben seit 14 Tagen hier. Wir treffen uns im Restaurant Vivatus zum Gespräch. Dabei erzählen sie, wie sie von der eigenen Wohnung ins Altersheim wechselten. Bei beiden spielten Schwindelattacken eine massgebende Rolle.

«In meiner Zweizimmerwohnung war ich selbstständig. Doch drei Mal musste ich notfallmässig ins Spital, weil ich Schwindelanfälle hatte und liegen blieb», sagt Niederberger. Da hätten ihm seine beiden Töchter geraten, in ein Altersheim zu gehen. Letzten September war es dann soweit.

Robi Niederberger ist mit seinem Rollator gut unterwegs.

Robi Niederberger ist mit seinem Rollator gut unterwegs.

Bei Monika Odermatt-Planzer war es ähnlich, auch sie plagte der Drehschwindel. Es machte sie zunehmend unsicher. Nach einer Reha entschied sie sich für das Altersheim und zog diesen Februar im Eichhof ein. «Es ist mir nicht leicht gefallen. Am meisten vermisse ich meine Bekannten und Freunde aus meinem früheren Wohnquartier.» Odermatt-Planzer war dort sehr aktiv. Das sei sie heute noch, so Robi Niederberger: «Sie hilft wo sie kann, das liegt ihr im Blut. Mir gelingt das mit dem Rollator nicht so gut.»

Beide fühlen sich wohl im «Pilatus». Sie schätzen die schönen Zimmer, den guten Service, bezeichnen ihren eigenen Balkon als «Nonplusultra» und geniessen die Aussicht. Praktisch sei auch die Nähe zur Busstation und der Viertelstundentakt: «Das ist man schnell in der Stadt und wieder daheim», sagt Odermatt-Planzer. Weil sie aber noch so viel unterwegs sei und sich mit Freunden treffe, könne sie an den einzelnen Hausaktivitäten nicht teilnehmen: «Das spare ich mir für später auf.»

Monika Odermatt-Planzer ist glücklich in ihrem Zimmer und hat freien Blick auf den Pilatus.

Monika Odermatt-Planzer ist glücklich in ihrem Zimmer und hat freien Blick auf den Pilatus.

Nicht so Robi Niederberger. Besonders liebt er das Malen und Singen und am liebsten hätte er auch noch einen Kochkurs im Angebot. Am Touchscreen beim Eingang erklärt er mir, was es im Haus alles gibt, welche Anlässe aktuell sind und welches Mittagsmenu im Angebot steht. Heute ist es ein Klassiker: «Hörnli und Ghackets mit Öpfelschnitz.» Nach der Frage, was denn für sie das wichtigste sei, sagen beide: Zufriedenheit und einander Zuhören zu können.

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