Kommentar

Das Resultat im zweiten Horwer Wahlgang ist knapp, aber mit Ansage

Der bürgerliche Block hat SVP-Kandidatin Astrid David Müller den Weg in die Exekutive ermöglicht. Zudem bewies der abgewählte L20-Gemeinderat Jörg Stalder im Wahlkampf auch nicht immer ein glückliches Händchen.

Roman Hodel
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Roman Hodel, Redaktor Stadt/Region.

Roman Hodel, Redaktor Stadt/Region.

Die Horwerinnen und Horwer wollen die SVP wieder im Gemeinderat – und nicht zwei Sitze für Grün-Sozial. Der Wahlausgang ist zwar knapp, aber nicht völlig überraschend. Das liegt weniger daran, dass die Horwer mit Stalders Arbeit unzufrieden waren – im Gegenteil. Nur: Anders als im ersten Wahlgang – oder bei der Ersatzwahl vor einem Jahr – stellten sich FDP und CVP hinter die SVP-Kandidatur. Neben dem bürgerlichen Block dürften aber noch andere Gründe eine Rolle gespielt haben: So portierte die SVP diesmal jemanden, der moderat politisiert – und noch dazu eine Frau.

Einen schalen Nachgeschmack hinterlässt allerdings die Stimmungsmache aus SVP-Kreisen gegen Jörg Stalder. Das war ebenso unnötig wie dessen Stichelei in Richtung seiner CVP-Gemeinderatskollegen. Solches, wie auch die vielen Wahllisten, mit denen der Immobilien- und Sicherheitsvorsteher etwa den Kirchenrat brüskierte, ist wohl bei einigen Wählern schlecht angekommen.

Nun ist zu hoffen, dass der Gemeinderat in der neuen Zusammensetzung wieder geeinter auftritt als zuletzt.

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