Das Reussbühler Quartier Ruopigen erhält besseren ÖV-Anschluss

Ein lang gehegter Wunsch der Reussbühler geht ab Ende 2019 in Erfüllung: Ein Quartier wird neu per Bus erschlossen.

Christian Tschümperlin
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Im Luzerner Stadtparlament sind derzeit zwei Postulate zur ÖV-Erschliessung von Ruopigen hängig. Das eine fordert kurzfristig Verbesserungen bei den Anschlüssen zwischen den Linien 40 und 2 und mittelfristig eine direkte Buslinie von Ruopigen ins Luzerner Stadtzentrum. 

Das andere Postulat verlangt alternativ die Anbindung an den Zugverkehr mit einem Bahnhalt im Tunnel Zimmeregg. Eingereicht hat die beiden Postulate Roger Sonderegger (CVP).

Der Stadtrat schreibt in seiner Antwort, dass sich die Situation bereits Ende 2019 verbessern werde. Konkret ist eine Verlängerung der Linien 42 und 43 von Emmenbrücke bis zur Haltestelle Schulhaus Staffeln und ab dort weiter zur Waldstrasse (neue Endhaltestelle beim Friedhof) geplant. Eine Direktverbindung von Ruopigen zum Bahnhof Luzern lehnt der Stadtrat aber ab: Eine solche würde mehrheitlich entlang derselben Strecke wie die Linie 2 verkehren und würde somit einen «ineffizienten Parallelbetrieb mit geringem Nutzen» ergeben.

Verlängerung der Buslinie übers Schulhaus Staffeln bis zum Friedhof (blauer Punkt).

Verlängerung der Buslinie übers Schulhaus Staffeln bis zum Friedhof (blauer Punkt).

Zum zweiten Postulat hält der Stadtrat fest, dass er sich stets für die Idee eines Bahnhofs Ruopigen stark gemacht habe. Für ihn kommt die Forderung aber verfrüht, denn: «Die Realisierung eines Bahnhalts Ruopigen ist erst nach der Realisierung des Durchgangsbahnhofs möglich.» Darum will sich der Stadtrat derzeit noch nicht mit konkreten Varianten für eine Haltestelle Ruopigen auseinandersetzen.