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Der Luzerner Stadtrat zeigt sich nach dem Eklat im Südpol besorgt

Die Luzerner Stadtregierung hat sich am Donnerstag zu den Vorgängen im Südpol und zum Rücktritt des gesamten Vorstandes geäussert. Dabei war der Stadtrat schon länger unzufrieden mit dem Kulturhaus.
Robert Knobel
Das Kulturzentrum Südpol in Luzern. (Bild: Philipp Schmidli)

Das Kulturzentrum Südpol in Luzern. (Bild: Philipp Schmidli)

Der Vorstand des städtischen Kulturzentrums Südpol ist geschlossen zurückgetreten (wir berichteten). Der Eklat hat auch den Luzerner Stadtrat auf dem falschen Fuss erwischt, wie er in seiner Antwort auf eine Dringliche Interpellation der CVP schreibt. Die Stadt sei erst kurzfristig Mitte Juni über die Absichten des Südpol-Vorstands informiert worden.

Gleichzeitig räumt der Stadtrat ein, dass in Sachen Südpol schon länger nicht alles so lief wie gewünscht. So vermisste der Stadtrat bisher eine klare Positionierung des Hauses als Kulturzentrum mit lokaler und regionaler Ausstrahlung. Die Stadt habe gegenüber den Südpol-Verantwortlichen immer wieder gefordert, dass im Kulturzentrum deutlich «mehr los» sein müsse. Da dieses Ziel nicht im gewünschten Masse erreicht werden konnte, habe der Vorstand mit seinem Rücktritt wohl die Konsequenzen gezogen, mutmasst der Stadtrat. Detailliertere Gründe für den Rücktritt kann die Stadtregierung nicht nennen, denn: «Die genauen Ursachen und Hergänge, die zu diesem Entscheid führten, sind dem Stadtrat nicht bekannt.»

Subventionen auf 1 Million erhöht

Brisant ist unter diesen Umständen auch die Tatsache, dass die Stadt ab 2015 ihre Subventionen für den Südpol von 600'000 auf 1 Million Franken erhöhte. Die CVP wollte in ihrem Vorstoss auch wissen, was diese Subventionserhöhung konkret bewirkt hat. Gemäss Stadtrat konnte damit das technische Personal verstärkt werden. Zudem wurde eine Dramaturgin angestellt, welche die vor Ort produzierenden Theatergruppen unterstützt. Dies habe durchaus positive Auswirkungen gehabt, betont der Stadtrat: «Theaterschaffende aus Luzern nahmen den Südpol vermehrt als kompetenten und interessierten Partner wahr, vor allem auch auf der technisch-operationellen Seite.»

Doch leider führte diese Steigerung nicht auch publikumsmässig zum Erfolg. Die jüngsten Besucherzahlen zeigen nach unten. Dass sich die Südpol-Gastronomie gleichzeitig positiv entwickelt, ist ein schwacher Trost. Das Bistro dürfe denn auch keinesfalls zum Selbstzweck werden, etwa als Mittagstisch für die umliegenden Büros, warnt der Stadtrat: «Der Südpol soll in erster Linie ein Luzerner Kulturhaus sein.»

Finanzen Südpol

in Millionen
Ertrag
davon Subventionen
20082012201620170,00,51,01,52,0

Der Eklat um den Südpol kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn es steht ein neuer Subventionsvertrag an, der ab Januar 2019 gelten soll. Spätestens im September müsste der Vertrag dem Stadtparlament vorgelegt werden. Der Stadtrat zweifelt aber daran, dass dieser Zeitplan unter den aktuellen Umständen eingehalten werden kann. Denn bevor ein neuer Subventionsvertrag ausgehandelt werden könne, müsse die künftige Ausrichtung und die personelle Zusammensetzung des Vorstands klar sein. Letztere Frage wird sich immerhin bald klären: Schon am 5. Juli soll der Vorstand neu gewählt werden.

Personelle Wechsel im Südpol

2010 2012 2013 2015 2017 2018
Neuer Präsident neuer künstlerischer Leiter neuer künstlerischer Leiter neuer Betriebsleiter neuer Präsident Rücktritt gesamter Vorstand

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