Das sind die beiden künftigen Betreiber der Buvette auf der Luzerner Ufschötti

Patrick Weber und Fabian von Holzen wollen mit lokalem Bier, kleinen Events und bequemen Liegestühlen punkten. Und sie sagen, wieso sich bis jetzt nicht in der Öffentlichkeit zu ihrem Gastroprojekt geäussert haben.

Roman Hodel
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Nachdem das Bundesgericht entschieden hat, dass die Vergabe der Buvette auf der Ufschötti rechtskonform verlaufen ist und der bisherige Betreiber Sascha Welz diesen Standort aufgeben muss (wir berichteten), zeigen sich nun erstmals die künftigen Betreiber: Fabian von Holzen (32) und Patrick Weber (27) heisst das Duo, das von der Stadt den Zuschlag für den Betrieb erhalten hatte. Hier sitzen sie vor der Bar Alfred in Luzern, wo Weber (links) zurzeit jobbt:

Bild: Nadia Schärli (Luzern, 17. August 2020)

Ab nächstem April werden sie die Ufschötti-Buvette mit ihrem Projekt «Strandleben» bespielen – und das bis 2027. Geplant ist anstelle des heutigen Wagens ein hauptsächlich aus Holz bestehender Pavillon, der als Bar und Mini-Küche dienen wird. Ein Krienser Schreiner wird mit ihnen das Ding zimmern. «Im Unterschied zu einem Wagen können wir die Gäste bei diesem Bau auf Augenhöhe bedienen», sagt von Holzen. Überhaupt wollen sie meistens selbst vor Ort präsent sein. «Die Leute sollen sagen, ‹komm wir gehen zu Patrick und Fabian›, statt einfach nur in die Ufschötti», so von Holzen. Auf dem Sandplatz vor dem Pavillon sind verschieden grosse Tische und ein paar Liegestühle vorgesehen. Weber: «Damit unserem Projektnamen entsprechend auch wirklich Strandfeeling aufkommt.»

Beim Angebot werden die beiden auf Regionales setzen – etwa bei der Bierauswahl, wo sie Mikrobrauereien berücksichtigen wollen. Das Essen wird sich vorerst vor allem auf Fingerfood beschränken. «Später können wir uns auch ein Mittagsmenü vorstellen, denn es wimmelt von Arbeitsplätzen gleich hinter der Ufschötti», sagt Weber. Und: Beleben möchten sie ihre Buvette mit kleinen Events. Das kann mal ein Livekonzert einer Luzerner Band sein, mal eine Tagesparty mit DJ’s. Doch von Holzen betont:

«Ein Partymekka muss niemand befürchten, zumal wir alle Events in Absprache mit der Stadt durchführen.»

Von Holzen und Weber kennen sich von der Arbeit in der Haifish-Bar, wo von Holzen aktuell Geschäftsführer ist. Der gebürtige Gersauer hat Elektromonteur gelernt, später Sozialpädagogik studiert und danach in verschiedenen Gastrobetrieben gearbeitet, darunter in der Bar Berlin, wo sein Chef Sascha Welz hiess. Er absolvierte zudem die Barfachschule und besitzt das Wirtepatent. Weber stammt aus Adligenswil absolvierte einst das KV und studierte danach Wirtschaft. In die Gastronomie sei er «reingerutscht». Die Ufschötti ist ihr erstes gemeinsames Projekt.

Dass sie in der Öffentlichkeit bis jetzt dazu geschwiegen haben, hat seinen Grund: «Zwar wusste man in der Gastroszene schon, wer den Zuschlag für die Ufschötti erhalten hat, doch wir wollten bis zum Gerichtsentscheid zuwarten», sagt von Holzen. Ihm und Weber ist wichtig, dass sich ihre Bewerbung nie gegen den jetzigen Betreiber gerichtet hat – hier seine heutige Buvette im Bild:

Bild: Pius Amrein (Luzern, 17. August 2020)

«Als die Reusszopf-Buvette ausgeschrieben wurde, weckte dies unser Interesse an einem solchen Betrieb», sagen sie und fügen an, damals aber noch nicht bereit gewesen zu sein für etwas Eigenes. «Als dann auch die Ufschötti ausgeschrieben wurde, war klar, dass wir uns bewerben werden.»

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Roman Hodel