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Das Städtli wird zur Tanzstube

Der Zunftmeister liess die Narrenschar an der Willisauer Städtlifasnacht am Sonntag tanzen. Nicht Polo-, sondern «Setschinaise» war angesagt.
Zu Tausenden strömte das Publikum ins Städli zum grossen Umzug. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Zu Tausenden strömte das Publikum ins Städli zum grossen Umzug. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

«Zunftmeister: Verzweifelt gesucht!» Der Speaker der Städtlifasnacht Willisau griff mit der Zeit zu den bedeutungsschwangeren Vokabeln. Schliesslich wartete ein ganzes Städtli voller tanzwütiger Narren nur auf einen: auf Paul Setschi, nicht nur Zunftmeister der Karnöffelzunft, sondern auch Namensgeber und Kopf der Attraktion der gestrigen Städtlifasnacht, der «Setschinaise». Doch der liess sich nicht stressen. Zu begeistert war er ob des Anlasses: «Tolles Wetter, tolle Stimmung, volles Städtli: einfach grandios.» Das etwas längere Warten auf ihren Start – kopflos wollte man das Ganze dann doch nicht starten – hinterliess bei der «Setschinaise» allerdings keine nachhaltigen Schäden. Fröhlich zappelte der lange Narrenwurm durchs Städtli. Eisbär hinter Zebra, Astronaut zwischen Hexe und Teufelchen.

Littauer mit fremdem Zunftmeister

Begegnungsängste waren auch beim Einzug der Zünfte, Guggen und Gruppen nicht zu spüren. Die Sticheleien zwischen den einzelnen Kantonsteilen, die sonst ja ganz gerne zelebriert werden, scheinen über die Fasnachtszeit jeweils auf Eis gelegt zu werden. Die Delegation der Zunft Heiri von Uri aus Sursee wurde ebenso herzlich angekündigt wie diejenige der Fleckenzunft Beromünster oder der Mättlizunft Littau. Letztere sorgte gar für einen Spezialfall: Mangels eines eigenen Zunftmeisters hatte man den Zunftmeister der Egli-Zunft Horw, Gianmarco I., mit dabei.

Die «Enzilochmannen» der Karnoeffelzunft Willisau. (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
«Wöudi Whiskas Wyber Willisau» ziehen durch die bunt gesäumte Strasse. (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
Ein buntes, volles Treiben im Städtli. (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
Die «Let's Fetz Willisau». (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
Die «Flueh-Fäger Luthern». (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
Kleijnere und grössere «Flueh-Fäger Luthern». (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
Die «Woeschwyber Willisau». (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
Die «Napfruugger Willisau» rumpeln durch die Gassen. (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
Die «Napfruugger Willisau» rumpeln durch die Gassen. (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
Die kleinen Tiere staunen. (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
Bild: Pius Amrein / Neue SZ
Ein buntes, volles Treiben im Städtli. (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
Die «Moorstraeggele Ostergau» inmitten der Willisauer . (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
Bild: Pius Amrein / Neue SZ
Die «Enzilochmannen» der Karnoeffelzunft Willisau. (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
«Wöudi Whiskas Wyber Willisau» ziehen durch die bunt gesäumte Strasse. (Bild: Pius Amrein / Neue SZ)
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Städtlifasnacht Willisau

An regionalen Vorurteilen lag es übrigens auch nicht, dass die «Häppere», welche die Häpperezunft Dagmersellen verteilte (auf Wunsch Mayonnaise inklusive), nicht ganz so reissenden Absatz fanden. Angesichts der angenehmen Temperaturen waren schlicht keine Fingerwärmer gefragt. Gegen die hochprozentigen Aufwär-merli der erst seit einem Jahr bestehenden Wegere-Häxe hatte jedoch kaum jemand etwas einzuwenden.

Best Ager in roten Stiefeletten

Klar, dass in Willisau weder Enzilochmänner noch Moorsträggele, noch die Mieder und Unterhosen schwingenden Wöschwyber fehlen durften. Zur Tradition gehörten mittlerweile auch die Best Ager, die – ihre roten Stiefeletten schwingend – als Western tanzende Wöudi Whiskas Wyber mitmachten. Dass der Umzug nur der kleinste Teil der Städtlifasnacht ist, bewiesen die Napfruugger Willisau mit ihrem «grossen Fressen». Sie guuggten nicht nur als Erdbeere, Senftube oder Würstchen gewandet am Umzug mit. Ihre reich gedeckte Tafel mitten im Städtli wurde von den Besuchern auch vorher und nachher rege genutzt. Oder wie sagte der Zunftmeister vor der «Setschinais»? «Jetzt geht es erst richtig los!»

Regula Bättig

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