Das tut die Stadt Luzern gegen invasive Pflanzen

Trotz wenig Ressourcen gebe es Erfolge bei der Bekämpfung von fremden Pflanzen, sagt der Luzerner Stadtrat.

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Kirschlorbeer-Bäume breiten sich von den Gärten in die Wälder aus - so wie hier im Wesemlinwald in der Stadt Luzern. Dort wurden gezielte Bekämpfungsmassnahmen eingeleitet. (Bild: Nadia Schärli, 13. September 2016)

Kirschlorbeer-Bäume breiten sich von den Gärten in die Wälder aus - so wie hier im Wesemlinwald in der Stadt Luzern. Dort wurden gezielte Bekämpfungsmassnahmen eingeleitet. (Bild: Nadia Schärli, 13. September 2016)

Sie tragen Namen wie «Kirschlorbeer», «Götterbaum» oder «Bärenklau». Gemeinsam ist ihnen, dass sie in unseren Breitengraden unerwünscht sind. Es handelt sich um sogenannte Neophyten, also nicht einheimische Pflanzen, die sich übermässig stark ausbreiten und teils einheimische Pflanzen verdrängen.

Wo steht die Stadt Luzern bei der Bekämpfung dieser Pflanzen? Das wollte Grünen-Grossstadtrat Christian Hochstrasser in einer Interpellation wissen. Der Stadtrat räumt in seiner Antwort ein, dass die Ressourcen für eine flächendeckende Bekämpfung von Neophyten fehlen. Auch gebe es keine Karten, die Auskunft über die genaue Verbreitung der einzelnen Arten geben. Konkrete Massnahmen würden meist im Rahmen des normalen Unterhalts der städtischen Grünflächen umgesetzt.  Dort, wo Neophyten besonders stark wuchern, wurden auch gezielte Bekämpfungsmassnahmen eingeleitet. So etwa im Falle des Wesemlin- und Dreilindenwalds, wo sich viele Kirschlorbeer-Bäume ausgebreitet haben. In Naturschutzgebieten kommen zudem auch Freiwillige zum Einsatz, die unerwünschte Pflanzen entfernen. Diese Massnahmen würden durchaus eine Wirkung zeigen, betont der Stadtrat. So hätten die Bestände vielerorts stabilisiert, teils sogar deutlich reduziert werden können.

Kirschlorbeer: Als Hecke weniger schlimm

Gemäss dem Luzerner Stadtrat ist die Bekämpfung von Neophyten nicht in jedem Fall gleich dringend. Die in vielen Wohnquartieren weit verbreiteten Hecken aus Kirschlorbeer sind beispielsweise weniger störend. Da sie regelmässig geschnitten werden, bleibt die Blüten- und Fruchtbildung begrenzt – wodurch sich die Pflanzen weniger stark fortpflanzen. Dennoch rät die Umweltberatung Luzern privaten Gartenbesitzern, Kirschlorbeer wenn möglich zu entfernen. Auch die Stadt will die Pflanzen mittelfristig von öffentlichen Grünflächen verbannen. Des weiteren lege die Stadt Luzern den Fokus auf fremde Pflanzenarten, die sich noch am Anfang ihrer Ausbreitung befinden, etwa Götterbäume oder Blauglockenbäume. (red)