DATENBANK: Luzern registriert alle Krebskranken

Der Kanton Luzern führt als erster Zentralschweizer Kanton ein so genanntes Krebsregister ein. in dieser Datenbank werden alle Krebspatienten des Kantonsspitals registriert - mit Alter, Geschlecht, Wohnort und genauer Diagnose.

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Chefarzt Rudolf Joss betrachtet Röntgenbilder eines Krebspatienten. Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Chefarzt Rudolf Joss betrachtet Röntgenbilder eines Krebspatienten. Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Das Register soll Aufschluss darüber geben, wo und wie häufig Menschen an Krebs erkranken.

Die Registrierung der Krebspatienten erfolgt anonym; so verlangt es der Datenschutz. Wer dereinst Zugang zu den Patientendaten haben wird, ist noch offen.

Die Datenbank wird dem pathologischen Institut des Kantonsspitals Luzern angegliedert. Dort werden heute 90 Prozent aller Krebsdiagnosen für Zentralschweizer Patienten gefällt. Das Krebsregister kostet gemäss der Regierung jährlich knapp 400'000 Franken. Nötig sind 2,8 Vollzeitstellen.

Die Zentralschweizer Krebsliga begrüsst das Krebsregister. «Es ist längst überfällig», sagt Präsident Rudolf Joss. Zwar könne die Krebsliga aus finanziellen Gründen das Register nicht selber führen. «Wir sind aber bereit, einzelne Studien mitzufinanzieren, welche die Daten dereinst auswerten.»

Thomas Oswald

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.