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Dauerregen und Gewitter – die Hochwassergefahr im Kanton Luzern steigt

Die Meteorologen prognostizieren bis Mittwochabend Niederschlagsmengen von 60 bis 90 Millimeter. Im Gegensatz zu den Gewittern der letzten Wochen ist der ganze Kanton Luzern über eine längere Zeit von starken Regenmengen betroffen.
Roger Rüegger
In den nächsten Stunden und Tagen ist mit starken Regenfällen zu rechnen. (Archivbild: Pius Amrein (Adligenswil, 22. Juli 2010)

In den nächsten Stunden und Tagen ist mit starken Regenfällen zu rechnen. (Archivbild: Pius Amrein (Adligenswil, 22. Juli 2010)

Ziehende Gewitter mit Hagel, Sturmböen und Starkregen! Für die kommenden Tage sind die Aussichten mehr als trübe. Gemäss dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteo Schweiz) gilt für weite Teile der Schweiz am Montag erhebliche Gewittergefahr der Stufe 3.

Am Montagnachmittag könnten die ziehenden Gewitter in einigen Regionen des Kantons Luzern Hagel bringen. Eine genauere Prognose, sei schwierig, teilt Meteorologe Daniel Gerstgrasser von Meteo Schweiz mit. Eine klassische Gegend für Hagelgewitter sei der Napf.

Regen auf ganzem Kantonsgebiet

Hingegen ist im ganzen Kantonsgebiet intensiver Dauerregen angesagt. Am Dienstag ist bei wechselnder Bewölkung verbreitet mit intensivem Regen zu rechnen. «Im Gegensatz zu den Gewittern in den letzten Tagen und Wochen, bei denen punktuell innert kurzer Zeit viel Regen fiel, handelt es sich in den kommenden Tagen um ein Flächenereignis. Das heisst, es regnet bis am Mittwochabend fast im ganzen Kanton.»

Die grosse Regenmenge – Gerstgrasser geht von 60 bis 90 Millimeter pro Quadratmeter aus – könnte in einigen Gebieten Probleme verursachen. Der Wetterdienst «Meteonews» teilte am Montag mit, dass insbesondere kleine und mittelgrosse Gewässer bereits gut gefüllt seien, weshalb die Hochwassergefahr ansteige.

Urs Zehnder, Abteilungsleiter Naturgefahren der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur des Kantons Luzern relativiert: «Die zu erwartenden Regenfälle sind nicht ausserordentlich. Wir beobachten, wie sich die Gewitterzellen verschieben. Vorkehrungen betreffs Hochwassergefahr müssen derzeit aber nicht getroffen werden.» Hochwasser sei in einigen kleineren Gewässer möglich. Die aktuelle Situation sei aber nicht alarmierend.

Etwas weniger gelassen reagiert man beim Bundesamt für Umwelt: «Wir beobachten die starken Regenfälle die ab Dienstagmittag erwartet werden. Es kann in einigen Regionen kritisch werden, da durch die Gewitter der letzten Wochen der Wasserstand in einigen Gewässern erhöht ist und auch die Böden nass sind», sagt Hydrologe David Volken. Die Reuss sei zurzeit gut gefüllt. Bei erneut starkem Anstieg des Wasser könne es am Mittwoch kritisch werden und es müssten auch grössere Flüsse im Mittelland «bewarnt» werden.

Die Lage sei «tricky», so Volken: «Denn es kommt sehr auf die regionale Niederschlagsmenge an.»

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