«DEAL OR NO DEAL»: Die Miss Zentralschweiz trägt nun Koffer 22

Das Schweizer Fernsehen gibt sich nicht gerade gesprächig, wenn es um die Identität der neuen «Moneygirls» in der Sendung «Deal or No Deal» geht. Eine aber ist eine lokale Bekanntheit.

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Nicole Müller (Mitte) bei «Deal or No Deal» (Bild SF/Paolo Foschini)

Nicole Müller (Mitte) bei «Deal or No Deal» (Bild SF/Paolo Foschini)

Bei den insgesamt 26 neuen Kofferträgerinnen in der Show von Roman Kilchsperger stammen fünf aus der Zentralschweiz, wie SF-Pressesprecher Jonathan Engelmann auf Anfrage sagte. Die einzige, deren gesamten Namen er verraten will, ist Nicole Müller aus Rothenburg – ihres Zeichens amtierende Miss Zentralschweiz und vor diesem Hintergrund der Öffentlichkeit bekannt. Die 23-jährige Flight Attendant/Studentin, die als Idol die Schauspielerin Meryl Streep angibt, trägt den Koffer 22. Müller darf ihr langes blondes Haar allen zeigen, denn im Gegensatz zum früheren Outfit der Moneygirls müssen die jungen Frauen nun keine uniformen schwarzen Fransenperücken mehr tragen.

Das darf nur Nicole Müller: Seite an Seite mit Moderator Roman Kilchsperger. 
(Bild SF/Paolo Foschini)

Zudem dabei ist die Primarlehrerin Tamara aus Littau (Koffer 14). Der grösste Traum der 23-Jährigen, die bei Schokolade schwach wird, ist es, mit dem Fahrrad in der Schweiz zu starten und über Kroatien nach Griechenland zu fahren.

Judit aus Emmen darf künftig Koffer 6 öffnen und ein Lächeln oder Enttäuschung auf die Gesichter der «Deal or No Deal»-Kandidaten zaubern. Die 28-jährige Studentin aus Emmen möchte einmal am Meer wohnen und dort eine Bar betreiben.

In der Heimat dagegen bleiben will Sara aus Wauwil (Koffer 15) – zumindest, wenn sie 250'000 Franken zur Verfügung hätte. Dann würde die 20-jährige Studentin sich nämlich eine eigene Wohnung suchen und mit diesem Geld die Miete bezahlen. Auch ein Auto und Shopping lägen drin.

Immer eine Buddha-Figur in der Handtasche hat Tanya aus Emmenbrücke (Koffer 21). Die 24-jährige Service-Fachfrau in Ausbildung wünscht sich eine Reise durch alle Kontinente – mit einer Kreditkarte ohne Limite.

Sind aus der Region dabei: Tamara, Judit, Sara und Tanya (von links; Bilder SF)

«Moneygirl-Job wird unterschätzt»
Auf den Trubel angesprochen, den ein paar in der einschlägigen Presse publizierte freizügige Aufnahmen der neuen Moneygirls ausgelöst haben – keine der Zentralschweizerinnen war dabei –, verweist Engmann auf Zitate der zuständigen Redaktionsleiterin, Sibylle Marti: Ihr zufolge hat das Schweizer Fernsehen «diese Schlagzeilen weder gesucht noch gefördert. Gegen eine Medienpräsenz haben wir nichts einzuwenden, aber gewisse Grenzen müssen dabei klar gewahrt werden». Moneygirl sei ein Job, der von vielen unterschätzt werde. Gutes Aussehen alleine genüge nicht: «Zuverlässigkeit und vor allem ein extrem gutes Stehvermögen sind das A und O», so Marti. «Wenn nun eine junge Frau in diesem Job die Chance sieht, Karriere als Model zu machen, steht dem nichts im Wege.»

Dave Schläpfer

«Deal or No Deal» vom vergangenen Mittwoch: