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DEKORATION: Diese süsse Wand soll Touristen verführen

Seit kurzem fliesst in der Confiserie Bachmann am Schwanenplatz Schoggi in Strömen. Essen darf man die Süssigkeit jedoch nicht.
Raphael Gutzwiller
In der Confiserie Bachmann am Schwanenplatz werden Kunden von einer Wand verzückt, an der flüssige Schokolade herunterrinnt. (Bild Pius Amrein)

In der Confiserie Bachmann am Schwanenplatz werden Kunden von einer Wand verzückt, an der flüssige Schokolade herunterrinnt. (Bild Pius Amrein)

Flüssige Schokolade, die an einer Wand hinunterrinnt. Das ist das Prunkstück der neuen Schokoladenwelt im Bachmann-Fachgeschäft am Schwanenplatz. Manch einem Besucher dürfte bei diesem Anblick das Wasser im Mund zusammenlaufen. Zugreifen darf man aber nicht: Die Wand befindet sich dort, wo die Verkäufer stehen. «Damit Besucher nicht einfach reinfassen können», sagt Mitinhaber Raphael Bachmann.

Planung war kompliziert

Gemäss der Confiserie Bachmann handelt es sich bei der «Flowing Chocolate Wall» um die erste ihrer Art weltweit. Im Keller befindet sich ein Tank, gefüllt mit 750 Litern flüssiger Schokolade, von wo die Masse ans obere Ende der Wand gepumpt wird. Dort tröpfelt die Schokolade dann auf die Wand. «Wenn sie gleichmässig fliessen würde, würde man gar nicht erkennen, dass sie flüssig ist», erklärt Raphael Bachmann. Natürlich muss genau auf die Temperatur geachtet werden: Ist es zu heiss oder zu kalt, funktioniert die Wand nicht mehr. «Die Planung war sehr kompliziert.» Wie viel die neue Attraktion genau kostet, sei schwierig zu definieren, so Bachmann. «Wenn man jede einzelne Minute zusammenzählt, welche wir mit Testen, Ingenieuring und Umbauen zählt, ist die Wand unbezahlbar.» Das Material an sich belaufe sich insgesamt auf etwa 45 000 Franken.

Essen kann man die Schokolade an der Wand nicht. Es handelt sich um Dekorationsschokolade, bestehend aus nicht essbaren Kakaoextrakten. Die Hygiene sei dennoch wichtig, sagt Bachmann. So muss die Schokolade ausgetauscht werden, wenn sie verunreinigt ist. Wie häufig dies der Fall sein wird, sei schwierig zu beurteilen. «Jede Woche die Schokolade zu ersetzen, ist nicht geplant», so Bachmann. Aus der alten Schokolade wird Biogas hergestellt.

400 Quadratmeter voller «Schoggi»

Und wie kommt man auf die Idee, eine Schokoladenwand zu bauen? «Wir wollten eine Attraktion, die Besucher aus nah und fern anziehen kann», so Bachmann.

Bachmann will mit seiner «Chocolate World» neue Massstäbe setzen. Geplant wurde der Bau vom Luzerner Architekt Marc Jöhl, der auch bei der Planung der Schokoladenwand federführend wirkte. Auf über 400 Quadratmetern Fläche dreht sich in der Schokoladenwelt alles um die Schokolade, Unter anderem mit einer «Schoggi-Bar» und einem Café.

Raphael Gutzwiller

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