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Luzerner FDP-Präsident: «Die Delegierten hatten den Mut nicht»

Der Luzerner FDP-Präsident Markus Zenklusen bedauert, dass seine Partei nicht mit zwei Kandidaten in die Regierungsratswahlen steigt. Den an der Nomination unterlegenen Liberalen ist es hingegen Recht.
Alexander von Däniken
Durch das Einerticket der FDP stehen die Chancen gut, dass Fabian Peter (rechts) im Luzerner Regierungsrat den Sitz von Parteikollege Robert Küng (links) erben kann. (Bild: Philipp Schmidli (Sempach, 28. Juni 2018))

Durch das Einerticket der FDP stehen die Chancen gut, dass Fabian Peter (rechts) im Luzerner Regierungsrat den Sitz von Parteikollege Robert Küng (links) erben kann. (Bild: Philipp Schmidli (Sempach, 28. Juni 2018))

Ein strahlender Fabian Peter und ein zerrissenes Zweierticket: So lässt sich die Delegiertenversammlung der FDP Luzern vom Donnerstagabend zusammenfassen. Der 41-jährige Inwiler Gemeindeammann und Kantonsrat liess sich in der Festhalle Sempach als potenziellen Nachfolger von Regierungsrat Robert Küng feiern. Der Emmer Gemeindepräsident Rolf Born und der Neuenkircher Gemeinderat Jim Wolanin hatten das Nachsehen.

Mit einer satten Zweidrittelmehrheit von 234 zu 107 Stimmen haben sich die Delegierten gegen den Antrag des Parteivorstands gestellt – und sich für ein Einerticket entschieden. Hat sich der Vorstand verzockt? «Nein, gar nicht», sagt Parteipräsident Markus Zenklusen. «Wir hatten das Gefühl, mit einer Zweierkandidatur eine einzigartige Chance wahrnehmen zu können. Dafür braucht es Mut. Den haben die Delegierten nicht gehabt.»

Markus Zenklusen: «Wir konzentrieren uns auf FDP»

Die Versammlung zog also die Sicherheit gegenüber einer Verzettelung der Stimmen vor. «Dass es utopisch gewesen wäre, beide Kandidaten ins Ziel zu bringen, wie an der Versammlung gesagt wurde, ist übertrieben», sagt Zenklusen. Den Entscheid gelte es nun zu akzeptieren und die Lage zu beurteilen.

Zur Lagebeurteilung dürfte auch das Szenario eines Nicht-Wiederantritts des parteilosen Finanzdirektors Marcel Schwerzmann gehören. Hoffen die Liberalen für diesen Fall und die mögliche Sitzeroberung durch die SP nun auf Schützenhilfe der CVP? «Wir konzentrieren uns im Moment nur auf die FDP», sagt der Parteipräsident. Die Nomination von Fabian Peter wertet Zenklusen als Zeichen für die Jugend: «Wir haben mit Ständerat Damian Müller bereits einen jungen Mandatsträger. Das setzt sich mit Fabian Peter fort.» Dass im Gegenzug Rolf Born zum zweiten Mal nach 2010 nicht berücksichtigt worden ist, bedauert der Parteichef: «Ich fühle mit ihm mit.»

Herkunft als Nachteil für Rolf Born?

Rolf Born wirkt am Tag danach gefasst und betroffen zugleich: «Natürlich bin ich enttäuscht, dass es auch dieses Mal nicht geklappt hat. Aber als Sportler lernt man, mit Niederlagen umzugehen. Ich kann mir nicht vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben.» Der 55-Jährige Captain des FC Kantonsrats habe bei der Nomination schon nach dem ersten Wahlgang gewusst, dass es nicht reichen würde. Born vermutet, dass die Delegierten nicht noch einen Mann aus der Agglomeration in der fünfköpfigen Regierung haben wollten. Hat auch das Finanzproblem seiner Gemeinde eine Rolle gespielt? «Ich hoffe nicht. Emmen hätte das Problem schliesslich auch ohne mich.»

Stellt sich die Frage, wie es mit dem ehemaligen Fraktionschef politisch weitergeht. Diese Frage habe Born schon im Vorfeld mit der Ortspartei Emmen diskutiert. «Die Ortspartei hat mich grossartig unterstützt. Auch habe ich das Signal erhalten und auch selbst den Willen, weiterhin Gemeindepräsident zu sein.» Born übe das Mandat gerne aus. Für allfällige weitere Pläne sei jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. «Ich werde aber nicht sagen: Nie wieder.»

Dass es eine Einerkandidatur werden würde, hat Rolf Born geahnt, nicht aber in dieser Deutlichkeit erwartet. «Für eine Zweierkandidatur hat mir seitens Parteivorstand die politische Botschaft gefehlt. In diesem Sinne ist das Einerticket sicherer.» Darauf steht nun Fabian Peters Name. «Ich werde ihn mit allen Kräften unterstützen.»

«Offenbar habe ich nicht alle Stimmen aus dem Wahlkreis Sursee erhalten.»

Jim Wolanin nimmt die Niederlage gefasst zur Kenntnis: «Ich nehme das sportlich. Es war von Anfang an klar, dass es schwierig werden würde.» Überrascht war der 40-jährige Neuenkircher Sozialvorsteher und Kantonsrat vom deutlichen Resultat. Im ersten Wahlgang erreichte er 73 Stimmen – halb so viele wie Fabian Peter. «Offenbar habe ich nicht alle Stimmen aus dem Wahlkreis Sursee erhalten. Das müssen wir noch analysieren.»

Vorhersehbar sei hingegen die Einerkandidatur gewesen. «Jetzt können wir Fabian Peter mit voller Kraft unterstützen.» Zu seinen weiteren politischen Ambitionen kann Wolanin zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen.

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