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Demo in Schwyz: Gewaltbereite Nazis reisten sogar aus Deutschland an

Trotz Präsenz von gewaltbereiten Deutschen Nazis und über 100 Anhängern des Zürcher Schwarzen Blocks verlief die Demo für ein Buntes Schwyz mehrheitlich friedlich. Die Behörden sind erleichtert.
Jürg Auf der Maur
Starke Polizeipräsenz an der Kundgebung gegen Rassismus in Schwyz (Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz 13. April 2019)

Starke Polizeipräsenz an der Kundgebung gegen Rassismus in Schwyz (Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz 13. April 2019)

Organisatoren wie Behörden schnaufen hörbar auf. Die Demonstration gegen Rassismus ging am Samstag glimpflich über die Bühne – einzig am Anfang des Umzugs in Seewen kam es zu einer Schlägerei (wir berichteten). Dort waren sich rund 40 aus Deutschland angereiste Nazis und über 100 Anhänger des aus Zürich angereisten Schwarzen Blocks in die Haare geraten. Doch die Schwyzer Polizei hatte die Sache insgesamt schnell im Griff und trennte die beiden Gruppierungen bis zum Schluss mit Erfolg. Die Polizei stand mit geschätzten 50 Kräften im Einsatz, hinzu kamen 200 weitere Sicherheitskräfte als Reserve.

(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Antifaschisten.(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Antifaschisten.
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)(Bild: Manuela Jans-Koch, Schwyz, 13. April 2019)
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Die Antirassismus-Demonstration in Schwyz

Der Einsatz der Polizei sorgte mitunter für Kritik. So wurden einzelne Personen weggewiesen, verschiedene Rayons völlig gesperrt. Polizeisprecher David Mynall bestätigt dies: «Wir haben gegen gut ein Dutzend Leute, die mutmasslich der rechtsextremen Szene angehören, ein Rayonverbot ausgesprochen.» Es sei möglich, dass da auch Unbeteiligte getroffen wurden. «Sie können sich bei uns melden.»

«Polizei weiss, worauf der Schwarze Block reagiert»

Für die Wegweisungen müsse man laut dem Schwyzer Gemeindepräsident Xaver Schuler (SVP) Verständnis haben: «Die Polizei weiss, worauf der Schwarze Block aggressiv reagiert. Deshalb wurde der eine oder andere präventiv weggeschickt.» Dass unter den rund 500 Teilnehmern doch einige Auswärtige waren – sowohl von rechter als auch linker Seite, kommentierte Schuler wie folgt: «Bei allem guten Willen, den man den Organisatoren zubilligen kann, zeigt der Aufmarsch: Auch wenn man es gut meint, wird es immer Gründe geben, dass Leute von auswärts angelockt werden.»

Schuler war im Vorfeld der Demo in die Kritik geraten, weil er sagte, in Schwyz gebe es kein Rassismus. «Ich habe nie gesagt, dass es keinen Rassismus gibt», so Schuler. «Ich habe gesagt, dass es kein Rassismusproblem im Alltag gibt.» Die Demo vom Wochenende sei quasi einen Vorgeschmack «auf das urbane Leben» gewesen. «Ich hoffe, dass dieses bald der Vergangenheit angehört und nicht so schnell wieder in Schwyz aufflammt.»

Organisiert wurde die Demo vom Bündnis Buntes Schwyz. Dieses hatte sich nach der Fasnacht formiert, als Reaktion auf einen Vorfall an der Schwyzer Fasnacht. Dabei waren zwölf Personen aus der rechtsextremen Szene als Ku-Klux-Klan verkleidet unterwegs gewesen.

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