DENKMAL: Jetzt wird der sterbende Löwe saniert

Anfang März 2008 haben die Restaurierungsarbeiten am Löwendenkmal begonnen. Sie dauern acht Wochen. Es werden Wasserkanäle in den Felsen gebohrt, damit das im Felsen gestaute Sickerwasser besser abfliessen kann.

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Am Löwendenkmal wird nicht zum ersten Mal gewerkelt, hier eine Szene vom April 2005. (Archivbild Adrian Staehli/Neue LZ)

Am Löwendenkmal wird nicht zum ersten Mal gewerkelt, hier eine Szene vom April 2005. (Archivbild Adrian Staehli/Neue LZ)

Seit Ende des 19. Jahrhunderts leidet das Löwendenkmal unter starken Wasserinfiltrationen in der Felswand. Die Wassermenge im Fels hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Ab Anfang März 2008 werden deshalb während acht Wochen verschiedene Restaurierungsarbeiten ausgeführt.

Durchfeuchtung des Felsens stoppen
Zurzeit werden Bohrungen vom Stollen, der sich hinter dem Löwendenkmal befindet, in den Fels getrieben. Ziel ist es, wasserführende Felsklüfte anzubohren. Dank diesen Bohrungen kann das Wasser künftig besser abfliessen und die Durchfeuchtung des Felsens gestoppt werden. Von aussen sind diese Bohrungen nicht sichtbar.

Gleichzeitig wird auf der Felskante ein Graben ausgehoben. Dieser Graben – er wird mit Lockergestein verfüllt – leitet das Oberflächenwasser in einer Leitung ab. Dank dieser Massnahme wird künftig viel weniger Wasser in den Felsen eindringen. Zudem wird verhindert, dass das Oberflächenwasser über die Felskante fliesst. Für die Erstellung des Grabens mussten zwei Bäume gefällt werden. Ersatzpflanzungen sind bereits geplant.

Es muss mit Lärm gerechnet werden
Bei den Fräs- und Bohrarbeiten entstehen Lärmimmissionen. Sie lassen sich auch mit lärmgeschützten Maschinen nicht vermeiden. Eine Entwicklung von Staub ist nur in geringem Mass zu erwarten. Die Bauarbeiten werden von Montag bis Freitag, von 7.30 bis 12 Uhr und von 13.15 bis 17 Uhr ausgeführt.

Im Herbst 2008 folgen in einer zweiten Etappe Konservierungsmassnahmen am Löwen und an seiner Nische. Ebenso ist geplant, mit sanften Eingriffen den Park nach denkmalpflegerischen Grundsätzen aufzuwerten. Diese Arbeiten werden in weiteren Etappen bis 2012 ausgeführt.

scd