DENKMALKOMMISSION: Willis Wahl wirft Fragen auf

CVP-Kantonsrat Thomas Willi (Emmen) setzte sich bisher für einen Neubau der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) in Luzern ein. Nun steht ausgerechnet er der Denkmalkommission vor, welche den Bau unter Schutz stellen will.

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Thomas Willi ist neuer Präsident der Denkmalkommission. (Archivbild Dominik Wunderli)

Thomas Willi ist neuer Präsident der Denkmalkommission. (Archivbild Dominik Wunderli)

Seit dem 15. Juni präsidiert Thomas Willi (56) die kantonale Denkmalkommission, gewählt durch den Regierungsrat. Er, der im November 2012 für die Motion seiner Parteikollegin Andrea Gmür (Luzern) gestimmt hat, welche den Abriss und Neubau der ZHB verlangt. Kurz danach stellte die Denkmalkommission den Antrag, den Bibliotheksbau unter Denkmalschutz zu stellen.

Thomas Willi ist neuer Präsident der Denkmalkommission. (Bild: Archiv Neue LZ)

Thomas Willi ist neuer Präsident der Denkmalkommission. (Bild: Archiv Neue LZ)

Laut Bildungs- und Kulturdirektor Reto Wyss, der das Unterschutzstellungsverfahren stoppte, war im Gespräch mit Willi die ZHB kein Thema, «weil es uns nicht um einzelne Objekte geht». Dass es innerhalb der Kommission zu Unstimmigkeiten kommt, glaubt Wyss ebenfalls nicht. Schliesslich sei die ZHB im Gremium wohl kein Thema mehr.

Derweil setzen sich zwei Drittel der Stadtparlamentarier mittels Postulat für den Erhalt der ZHB ein. SP-Grossstadtrat Marcel Budmiger, der den Vorstoss gegenüber den Medien vertritt, sagt: «Die klare Mehrheit zeigt deutlich auf, dass ein Neubauprojekt in der Stadt politisch chancenlos ist.» Die Botschaft an den Kanton sei klar: «Er soll die Planung des Neubaus abbrechen und Regierungsrat Reto Wyss soll das Gebäude unter Denkmalschutz stellen.»

Alexander Von Däniken und Lena Berger

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