DENKMALPFLEGE: Brücken-Bilderzyklus bald wieder komplett?

Die Lücken bei den Giebelbildern an der Kapellbrücke in Luzern können geschlossen werden – auch durch Kopien. Zu diesem Schluss kommt die Kantonale Denkmalpflege.

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Ob auch die Bilder-Kopien zum Einsatz kommen, muss nun der Bund beantworten. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Ob auch die Bilder-Kopien zum Einsatz kommen, muss nun der Bund beantworten. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Laut der Kantonale Denkmalpflege ist die Schliessung der durch den Brand von 1993 zerstörten Lücken im Bilderzyklus der Kapellbrücke möglich; sei es durch geeignete Kopien oder angemessene zeitgenössische Bilder, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Antwort abwarten
Die Frage, ob die von privater Seite präsentierten Bilder den qualitativen Anforderungen genügen, muss nun die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege EKD beantworten. Die EKD soll zudem die Frage prüfen, ob eine Ergänzung der vorhandenen Originale mit Kopien aus dem Besitz von Jost Schumacher möglich sei. Nach dem Eintreffen der Stellungnahme durch die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege können auch die derzeit noch offenen Punkte zuhanden der städtischen Baudirektion beantwortet werden.

Nicht nur Kopien
Die Kantonale Denkmalpflege hält im weiteren die konservatorischen Bedingungen für die Originale auf der Kapellbrücke für ausreichend. Der Zyklus wird zweimal jährlich durch einen qualifizierten Restaurator kontrolliert und gereinigt. Es wurden alle möglichen Massnahmen gegen Vandalismus und zum Schutz vor weiteren Katastrophen getroffen. Ein Restrisiko bleibe indessen immer bestehen. Dieses sei aber verantwortbar. Die Kantonale Denkmalpflege hält es deshalb für ausgeschlossen, dass die Originale gänzlich durch Kopien verdrängt werden.

Die Kapellbrücke und ihr Bilderzyklus stehen unter kantonalem und eidgenössischem Denkmalschutz. Änderungen an der heutigen Hängeordnung der Bilder bedürfen deshalb einer Bewilligung durch das kantonale Bildungs- und Kulturdepartement und durch das Bundesamt für Kultur. Die dem Bundesamt angegliederte EKD hat sich bereits zweimal mit Gutachten in den Jahren 1996 und 2001 zur Frage des durch den Brand von 1993 teilweise zerstörten Bilderzyklus geäussert.

scd