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DENKMALSCHUTZ: Luzerner Am-Rhyn-Haus muss statisch gesichert werden

Weil das «Am-Rhyn-Haus» auf instabilem Baugrund steht, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen. Jetzt hat der Stadtrat einen Sanierungskredit von 1.225 Mio. Franken bewilligt. Am Mittwoch beginnen hier die Bauarbeiten. Diese dauern voraussichtlich bis Anfang 2017.
Archivbild: Das Luzerner «Am-Rhyn-Haus» an der Reuss, direkt neben dem Rathaus. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Archivbild: Das Luzerner «Am-Rhyn-Haus» an der Reuss, direkt neben dem Rathaus. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Das Am-Rhyn-Haus, entstanden im 17. Jahrhundert, gehört zu den wichtigsten Bürgerhäusern in Luzern und steht unter Denkmalschutz. Es steht zum Teil auf instabilem Baugrund, was immer wieder zu statischen Problemen geführt hat. Bereits 2011 und 2012 wurden die Dächer und die Aussenfassade saniert sowie statische Massnahmen an der Fassade durchgeführt.

Neue Risse und Senkungen

Laut einer Medienmitteilung der Stadt Luzern wurden bei jüngsten Untersuchungen für eine anstehende Innensanierung neue Risse und Senkungen gefunden. Diese seien Spätfolgen vergangener Sanierungen aus den Jahren 1785/86, als das Hinterhaus durch Umbauten an den damaligen Zeitgeschmack angepasst wurde. Insbesondere der Einbau der Cheminéeanlagen im östlichen Gebäudeteil dürfte massgeblich für die Schäden verantwortlich sein. Sondierungen und Messungen im Dezember 2015 hätten gezeigt, dass Sofortmassnahmen unumgänglich seien.

Zuerst wird die Holzkonstruktion bei den Arkaden von unten her abgestützt und um drei bis fünf Zentimeter hochgedrückt. Damit werde eine Entlastung der Tragkonstruktion des Hauses um rund 1,5 Tonnen erreicht, heisst es weiter. Dieser Prozess dauert drei bis sechs Monate. Die Bewegungen während des Anhebens werden kontrolliert und überwacht.

Anschliessend wird der südöstliche Gebäudebereich statisch saniert. Dazu muss ein Wandstück im Erdgeschoss abgebaut und neu erstellt werden. Zusätzlich müssen zwei beschädigte Balken über den Arkaden durch Stahlträger ersetzt, der Bodenaufbau über den Arkaden erneuert sowie ein neuer Schiebeboden eingebaut werden.

Stadtrat bewilligt Sanierungskredit

Der Stadtrat hat für die Sofortmassnahmen einen Kredit von 1,225 Mio. Franken bewilligt. Am Mittwoch, 25. Mai 2016, wird mit der Sanierung der Statik begonnen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich Anfang 2017 abgeschlossen werden. Ende 2016 werde der Stadtrat dem Parlament ein Konzept für die Innensanierung sowie ein Nutzungskonzept für das Gebäude vorlegen.

Seit dem Auszug des Picasso-Museums 2008 wird das Haus nur wenig genutzt. Das neue Konzept solle dem engen historischen, baulichen und funktionellen Zusammenhang mit dem Rathaus Rechnung tragen, schreibt die Stadt.

sda/mbo

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