Denkmaltage im Zeichen von Stein und Beton

Die Europäischen Tage des Denkmals stehen in der Zentralschweiz unter dem Motto «Stein und Beton». Die vielfältigen Baustoffe können an 31 verschiedenen Standorten erkundet werden.

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Das Westtreppenhaus im Kloster St. Urban in Pfaffnau. (Bild: Verwaltung Kloster St. Urban)

Das Westtreppenhaus im Kloster St. Urban in Pfaffnau. (Bild: Verwaltung Kloster St. Urban)

Bei den Europäischen Tagen des Denkmals stellen die sechs Zentralschweizer Kantone am 8. und 9. September zwei Werkstoffe in den Mittelpunkt: die Baumaterialien Stein und Beton. Wie die Denkmalpfleger von Luzern, Zug, Uri, Schwyz sowie Ob- und Nidwalden am Donnerstag mitteilen, hat die Verwendung von Stein für Bau- und Kunstwerke oder Gebrauchsgegenstände eine lange und reiche Tradition. Mit dem Beton eröffneten sich dann neue konstruktive und gestalterische Möglichkeiten.

Entdeckungsreise durch die Zentralschweiz

Diverse Schauplätze warten darauf, von den Besucherinnen und Besuchern am Denkmaltag-Wochenende entdeckt zu werden: So ist zum Beispiel am Bundeshaus in Bern Sandstein aus dem Ägerital verarbeitet worden. Interessierte können zudem erfahren, wie die Stuckaturen und der Stuckmarmor im ehemaligen Kloster St. Urbanhergestellt wurden und heute restauriert werden. Die Reise führt von den Bauwerken aus Stein und Beton in der Schöllenenschluchtund den landschaftsprägenden Strassenbauten am Seeufer des Vierwaldstättersees im Kanton Nidwalden bis zur Steinmetz-Werkstatt im Kloster Einsiedeln und den gotische Sandsteinskulpturen der Kirche St. Oswald in Zug oder den Natursteinfassaden in der Altstadt von Luzern.

Wurden die frühen Betonkonstruktionen noch hinter historistischen Natursteinfassaden versteckt, so zeigen die Sichtbetonbauten der Nachkriegszeit die plastischen Qualitäten dieses Werkstoffes, beispielhaft beim Schulhaus Kirchmatt in Zug oder bei den im Ortsbild von Stans nicht mehr wegzudenkenden Betonbauten.

Weitere Höhepunkte im Programm sind die Führung durch das barocke Frauenkloster St. Lazarus in Seedorf oder der Besuch im neu eingerichteten Depot des Historischen Museums Obwalden in Sarnen, wo über 10'000 Gegenstände die Geschichte des Kantons erzählen. Beide Objekte sind in der Regel nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Büchlein mit allen 31 Standorten

Die Zentralschweizerischen Denkmalstellen haben zu den Europäischen Tagen des Denkmals eine gemeinsame Programmbroschüre herausgegeben. Das Büchlein weist den Weg zu 31 Standorten in der Zentralschweiz, an denen eine reiche Vielfalt von Objekten und Veranstaltungen besucht werden können.

pd/bep

Hinweis:Weitere Angaben zu Führungen und anderen Veranstaltungen finden sich auf www.hereinspaziert.ch oder auf den Webseiten der beteiligten Kantone.