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Der 21-jährige Luzerner Simon Weiss ist der erste «Ninja Warrior» der Schweiz

Er ist KV-Lehrling, im Geräteturnverein und seit Dienstagabend der erste Schweizer «Ninja Warrior». Simon Weiss (21) aus Hochdorf konnte sich im finalen Hindernisparcours gegen 24 andere Kandidaten durchsetzen. Trotzdem bleibt ihm das Preisgeld von 100'000 Franken verwehrt.
Zéline Odermatt

Simon Weiss trat im Final ganz in Schwarz auf – wie ein Ninja eben. Ob ihm das Glück gebracht hat? Obwohl er den Hindernisparcours nicht ganz zu Ende schaffte – er scheiterte, als er sich von einer hängenden Tafel zur nächsten schwingen musste – geht Simon Weiss als Sieger hervor. Für ihn war die Teilnahme an der Fernseh-Show trotz dem verwehrten Preisgeld ein eindrückliches Erlebnis.

Weshalb haben Sie bei der Fernsehsendung mitgemacht?

Ich habe die Show bereits als 10-Jähriger im Fernsehen gesehen. Damals wurde das ursprüngliche Format aus Japan ausgestrahlt und da gab es deutsche Kommentatoren, die ich lustig gefunden habe. Ich dachte mir, wenn die Show einmal in die Schweiz kommt, mache ich mit, denn das ist meine Art von Sport. Meine Chancen über den Parcours zu kommen, schätzte ich als ziemlich gut ein und ich sah die Teilnahme als einmaliges Erlebnis an. Wenn ich nicht dabei gewesen wäre, hätte ich das sicher bereut.

Simon Weiss muss sich von Tafel zu Tafel schwingen. Beim Sprung zur letzten Tafel fiel er ins Wasser. (Bild: TV24)

Simon Weiss muss sich von Tafel zu Tafel schwingen. Beim Sprung zur letzten Tafel fiel er ins Wasser. (Bild: TV24)

Wie haben Sie sich auf den Final vorbereitet?

Zwischen dem Vorlauf und dem Final waren es nur vier Tage, deshalb war die Vorbereitung etwas schwierig. Vorher war ich jedoch jeweils auf dem Vita-Parcours unterwegs und habe alles geübt, was mit hangen und sich hochziehen zu tun hat.

Wegen welchen Eigenschaften haben Sie gewonnen?

Ich kenne meinen Körper gut und weiss, wie ich Hindernisse überwinden kann. Ich konnte gut einschätzen, wie viel Schwung ich beim jeweiligen Hindernis mitbringen muss. Das kommt vom Geräteturnen.

Sie haben zwar gewonnen, den Parcours aber leider nicht beenden können und deshalb auch das Preisgeld nicht erhalten. Fühlen Sie sich dennoch als Gewinner?

Definitiv. Ich habe gewusst, dass es nicht ganz reichen wird. Es war von Anfang an mein Ziel, einmal den Buzzer zu drücken und das habe ich im ersten Lauf geschafft. Es war genial, dass ich so weit gekommen bin. Deshalb bin ich nicht enttäuscht, dass ich ins Wasser gefallen bin.

Der finale Parcours war der härteste Hindernislauf der Sendung. Bisher hat ihn in Europa noch niemand beenden können. (Bild: TV24)

Der finale Parcours war der härteste Hindernislauf der Sendung. Bisher hat ihn in Europa noch niemand beenden können. (Bild: TV24)

Was hätten Sie mit dem Preisgeld von 100'000 Franken gemacht?

Ich hätte sicher einen Teil gespart und mit einem anderen Teil wäre ich auf Reisen gegangen. Dann hätte ich sicher Geld in meine Hobbys, ins Geräteturnen und ins Tennis investiert. Ausserdem mache ich Musik – vielleicht hätte es eine neue Gitarre gegeben.

Was ist Ihnen vom Dreh des Finals besonders in Erinnerung geblieben?

Es war schon eindrücklich, wenn man von so vielen Menschen angefeuert wird. Die Stimmung im Hallenstadion war genial. Das hat mich gepusht. Zudem waren rund 20 Kollegen vom Geräteverein und Tennisclub sowie meine Familie da, die mich unterstützt haben.

Simon Weiss wird als Sieger gefeiert. Als Trostpreis gab es immerhin Gutscheine für Sportartikel im Wert von 2000 Franken – und natürlich eine Medaille. (Bild: TV24)

Simon Weiss wird als Sieger gefeiert. Als Trostpreis gab es immerhin Gutscheine für Sportartikel im Wert von 2000 Franken – und natürlich eine Medaille. (Bild: TV24)

Die Kurzfassung der finalen Durchgänge im Video

Der Schwyzer Marco Müller im Final

«Ninja Warrior Switzerland»

Das Konzept für die sportliche Action-Spielshow «Ninja Warrior» stammt aus Japan. Die Teilnehmer müssen dabei einen herausfordernden Hindernisparcours meistern. Im Herbst 2018 brachte TV24 «Ninja Warrior» in die Schweiz. Nach dem Casting wurden ab dem 16. Oktober 160 Bewerber zu verschiedenen Vorrunden über den Parcours geschickt. Ins Finale am 20. November schafften es nur die stärksten und schnellsten Kandidaten mit der besten Ausdauer. Dem Gewinner winkt ein Preisgeld von 100'000 Schweizer Franken. TV24 gehört wie dieses Newsportal zu CH Media. Mehr dazu unter: tv24.ch/ninja-warrior-switzerland

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