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Kolumne

Direkt aus Bern: Der Aufwand für ein politisches Mandat lohnt sich

In der Kolumne «Direkt aus Bern» wirbt FDP-Nationalrat Peter Schilliger aus Udligenswil fürs politische Engagement. Auch wenn dadurch noch weniger Freizeit resultiert.
Peter Schilliger
Peter Schilliger

Peter Schilliger

Geht es der Wirtschaft gut, geht es allen gut. Eine KMU-freundliche Politik ist deshalb die Grundvoraussetzung für den Schweizer Wohlstand. In Bern zählt die bürgerliche Begleitgruppe KMU-Arbeitgeber-Politik jedoch lediglich 15 Politiker. Warum gibt es nicht mehr Vertreter mit diesem Hintergrund? Der Hauptgrund: die hohe zeitliche Belastung, welche die Führung eines Unternehmens mit sich bringt. Anders als Angestellte im öffentlichen Dienst erhalten KMU-Unternehmer keine zusätzliche Zeit zur Verfügung gestellt. Sie politisieren quasi in ihrer ohnehin raren Freizeit. Und sie organisieren sich im Unternehmen so, dass es halt irgendwie geht.

Keine Frage: Wir brauchen in der Politik wieder mehr Leute, die wissen, was es bedeutet, Geld zu verdienen. Unternehmer mit Verantwortung – finanziell wie auch gegenüber den Mitarbeitenden – und mit Verpflichtung zur Berufsbildung haben einen anderen Blickwinkel als Akademiker. Sie können die Konsequenzen politischer Entscheidungen hinsichtlich Bürokratie, Kosten, Umsetzungschancen realistisch einschätzen. Auch in der Kommissionsarbeit zeichnen sich Parlamentarier mit gewerblichem Hintergrund oft durch einen pragmatischen Ansatz und gesunden Menschenverstand aus. Die in der KMU-Wirtschaft verankerten Milizpolitiker wissen, wo der Schuh drückt.

Im Gespräch mit KMUlern versuche ich deshalb immer wieder aufzuzeigen, dass der Aufwand für ein politisches Mandat mit einer effizienten Arbeitsweise und einem guten Zeitmanagement durchaus überschaubar ist. Als Politiker darf man nicht den Anspruch haben, sämtliche Geschäfte im Detail zu kennen. Dafür gibt es die Kommissionen mit den jeweiligen Experten innerhalb der Fraktion. Und der Aufwand lohnt sich. Beispiel gefällig? Die finanzielle Unterstützung der Berufsbildung, die das Parlament vor einiger Zeit beschlossen hat, hätte ohne das Engagement der KMU-Vertreter nicht realisiert werden können. Für mich ist klar: Wenn wir in Zukunft eine KMU-freundliche Politik wollen, müssen nicht nur genügend Unternehmer ein politisches Mandat anstreben, die Stimmbürger sind auch gefordert, diese KMU-freundlichen Kandidaten zu wählen. Dazu haben wir jetzt im Kanton Luzern die Gelegenheit.

Hinweis: Die Luzerner Bundesparlamentarier berichten jeweils während der Session im Bundeshaus aus ihrem Ratsalltag zu einem frei gewählten Thema.

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