Der FDP gehen die Kandidaten aus

Die FDP hat es erstmals nicht geschafft, die Nationalratsliste zu füllen. Was läuft schief bei den Freisinnigen? Zumindest in Zukunft nichts, glaubt der Parteichef.

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FDP-Parteipräsident Peter Schilliger. (Bild: Philipp Schmidli/NeueLZ)

FDP-Parteipräsident Peter Schilliger. (Bild: Philipp Schmidli/NeueLZ)

Die Chancen, als Luzerner Freisinniger einen Nationalratssitz zu ergattern, sind so hoch wie seit 16 Jahren nicht mehr. Damals trat zum letzten Mal ein FDP-Bundesparlamentarier zurück. Zwar kam es auch 2003 zu einem Wechsel bei der Luzerner FDP-Vertretung. Der Bisherige Karl Tschuppert trat jedoch nicht freiwillig ab, sondern wurde abgewählt. Seine Position nahm Quereinsteiger Otto Ineichen ein. Der 70-jährige Unternehmer tritt auch heuer wieder an.

Ende Mai erst acht Kandidaten

Trotz guter Chancen auf einen Sitz in Bundesbern ist das Interesse der FDP-Politiker an einem Platz auf der Nationalratsliste klein.  Erstmals überhaupt bleibt gar ein Platz leer. Der Parteileitung gelang es nicht, einen zehnten Kandidaten zu finden. An der Delegiertenversammlung Ende Mai standen erst acht Personen zur Verfügung, später konnte immerhin noch der Stadtluzerner Kantonsrat Guido Durrer zu einer Kandidatur bewegt werden.

Anders bei der CVP, wo die Delegierten in einem aufwendigen Nominationsverfahren Ende Oktober 2010 die Qual der Wahl hatten. Auch bei der dritten grossen bürgerlichen Kraft, der SVP, standen mehr Kandidaten als Plätze auf der Liste zur Verfügung.

FDP-Präsident Peter Schilliger, selber Nationalratskandidat, glaubt, seine Partei sei trotzdem auf Kurs.

Lukas Nussbaumer

 Ein ausführliches Interview mit FDP-Präsident Peter Schilliger lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzernerzeitung oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper.