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Herzblut-Zünftler Reto Schriber ist Fritschivater 2019

Er wusste, «es wird einmal geschehen» – jetzt ist es so: der 57-jährige Reto Schriber ist der neue Fritschivater. Sein Ziel: Miteinander Fasnacht machen, miteinander etwas bewegen.
Hannes Bucher
Reto Schriber ist Zunftmeister 2019 der Zunft zu Safran und Fritschivater. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 5. Januar 2019))

Reto Schriber ist Zunftmeister 2019 der Zunft zu Safran und Fritschivater. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 5. Januar 2019))

«Er freut sich extrem»: Dies kündigen seine Zunftkollegen schon an, bevor der neue Fritschivater kurz nach seiner Ernennung am Samstagabend vor die Medienvertreter im Hotel Schweizerhof tritt. Der Auftritt des 57-jährigen Reto Schriber bestätigt dies in der Tat – er strahlt um die Wette und gesteht ein: «Ja, das Herz klopft ‹scho e chli›.»

Nicht, dass er bei der Wahl aus allen Wolken gefallen wäre. Sein Name wurde offenbar schon länger herumgereicht. «Ich wusste, irgendeinmal wird es passieren», schmunzelt er. «Es» – damit ist die Wahl zum Zunftmeister der Zunft zu Safran und zum Fritschivater gemeint. Auch am Samstagabend hätten ihm einige zugeraunt: «Du könntest gewählt werden.» Er selber rechnete eher nicht damit, weil er «aus einem Amt heraus» gewählt werden musste, wie er sagt. Seit 2010 amtet er als Zeugwart. In dieser Funktion hätte er auch am diesjährigen Jahresbot den Materialheimtransport übernehmen müssen. Respektive seine Frau Monika. «Weil ich mich dann nach einem solchen Anlass selber nicht mehr ans Steuer setze», lacht er.

Ein Zunftkollege habe gleich nach der Ernennung sein Handy genommen und Monika Schriber und die beiden Töchter informiert. Reto Schriber hat mit der freudigen Nachricht nachgedoppelt und teilt mit: «Ja, bei der ganzen Familie ist die Freude riesig gross.» Und der Materialtransport heute? «Das lässt sich schon organisieren», so Schriber.

Nichts mit «ruhigem Jahr»

Seine Sporen als Fasnächtler hat der neue Fritischivater in Emmenbrücke abverdient. «Als Pfadi haben wir da jeweils an der Fasnacht mitgemacht.» 1991 ist er in die Zunft zu Safran eingetreten. Er war unter anderem Mitglied des Umzugskomitees, lange Jahre Zunftgrenadier, Mitglied des Luzerner Fasnachtskomitees und eben Zeugwart der Zunft. Als letztjähriger Präsident des Vergnügungskomitees hoffte er auf ein «etwas ruhigeres Zwischenjahr.»

Nun, jetzt kommt es für den eidgenössisch diplomierten Schreinermeister und Inhaber der Schriber AG Rothenburg anders. Zwischen 250 und 300 Terminen wird er als Fritschivater wahrnehmen.

Da wird er wohl auch weniger zu seinem Hobby, dem Töfffahren, kommen. Aber die Fasnacht ist ihm das wert. In erster Linie erhofft er sich eine Menge Kreativität. Viel Maskentreiben, Verkleidete, viel Schauspiel, Muusigen und alles, was eben dazugehört. «Die fünfte Jahreszeit verbindet die Leute – und sie schafft Kontakte weit über die Fasnachtszeit hinaus.» Ein Motto hat er (noch) nicht ausformuliert. Aber: «Miteinander Fasnacht haben, zusammen etwas bewegen», das ist sein Hauptanliegen. Als nächster wichtiger Termin steht das Bärteliessen vom 19. Januar 2019 im KKL an. Mit dabei sind prominente Ehrengäste. Unter anderen der Zürcher Finanzdirektor Ernst Stocker, Satiriker, und Buchautor Andreas Thiel sowie Georg Steiger, Zunftmeister der Zunft zum Widder.

Mättli-Zunft hat neues Oberhaupt

Der Reussbühler Franz Bleisch wird als Zunftmeister der Mättli-Zunft durch die kommende Littauer Fasnacht führen. Gestern ist er im Zentrum St. Michael feierlich in sein Amt eingesetzt worden – im Beisein von lokaler Politprominenz. Geladen waren Ständerat Damian Müller und Städträtin Franziska Bitzi. Franz Bleisch ist seit 2002 bei der Mättli-Zunft und amtete 2014 als Weibel seines Vorgänger-Zunftmeisters Roland Buob. Der 62-Jährige ist verheiratet und betreibt seit 1992 ein Schreinerei-Unternehmen am Rothenring mit rund 15 Angestellten. (ber)

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