Der Gemeinderat von Emmen steht zur Fusion

Der Emmer Gemeinderat ist überzeugt, dass eine Fusion mit der Stadt Luzern und den weiteren Gemeinden der Region Vorteile bringt. Die lokalen Anliegen Emmens wie die Nutzung des Flugplatzes will er im Fusionsvertrag verankern.

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Der Emmer Gemeinderat will lokale Anliegen wie die Nutzung des Flugplatzes (im Bild eine F/A 18 Hornet) in den Fusionsvertrag aufnehmen. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Emmer Gemeinderat will lokale Anliegen wie die Nutzung des Flugplatzes (im Bild eine F/A 18 Hornet) in den Fusionsvertrag aufnehmen. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Adligenswil, Ebikon, Emmen, Kriens und Luzern prüfen im Projekt «Starke Stadtregion», wie die Gemeinden gemeinsam in die Zukunft gehen könnten. Dabei kamen sie zum Schluss, dass eine Fusion mehr bringt als eine verstärkte Zusammenarbeit. Dies, weil eine solche kompliziert wäre.

Vorteile gegenüber Status Quo

Wie der Emmer Gemeinderat am Mittwoch schreibt, biete die Fusion die Chance, das Potenzial von Emmen zu nutzen und als Region grösseres Gewicht zu haben. Eine Fusion biete nicht nur Vorteile gegenüber einer verstärkten Kooperation, sondern auch gegenüber dem Status Quo. Regionale Aufgaben sollen aus einer Hand gelöst werden, erklärt der Gemeinderat.

Im Fusionsvertrag können nach Ansicht des Gemeinderates auch Leitplanken gesetzt werden, damit die Anliegen Emmens in der künftigen grossen Stadt nicht untergehen. Er nennt dazu die Nutzung des Flugplatzes, die Etablierung einer Quartierpolitik oder die Schaffung von ungefähr gleich grossen Wahlkreisen.

Stimmberechtigte entscheiden

Im November können die Stimmberechtigten der beteiligten Gemeinden entscheiden, ob Fusionsverhandlungen aufgenommen werden sollen oder nicht. Der Gemeinderat von Adligenswil möchte aussteigen. Die Exekutive von Ebikon empfiehlt wie die von Emmen Fusionsverhandlungen. Kriens hat seine Haltung noch nicht kommuniziert.

Emmen wird allerdings nicht im November abstimmen können. Das Parlament beschloss nämlich, das Projekt «starke Stadtregion» zu sistieren, bis klar ist, mit wie viel Geld der Kanton eine Fusion unterstützen wird. Allerdings wurde auch eine Volksinitiative lanciert, die die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit Luzern verlangt.

Der Gemeinderat möchte diese Initiative, sofern sie zustande kommt, am 11. März 2012 den Stimmberechtigten vorlegen. Dieser Urnengang würde die Abstimmung über das Projekt «Starke Stadtregion» ersetzen. Damit könnte Emmen verhindern, gegenüber den anderen Gemeinden zu stark in Verzug zu geraten.

sda/ks