Kolumne

Der Herbst: Die Zeit des
Kampfes der Laubbläser

Hugo Bischof, Redaktor Stadt/Region Luzern, über das
laute Ärgernis der an sich idyllischen Jahreszeit.

Hugo Bischof
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Hugo Bischof

Hugo Bischof

Herbst: Das ist die Zeit der welken Blätter in Wäldern und Gärten, die oft wunderschön farbig leuchten. Es ist aber auch die Zeit der Laubbläser, jener lauten, stinkenden Geräte, welche idyllische Gedanken abrupt verscheuchen. Sie dienen dazu, das Laub am Boden in eine Richtung zu blasen, um es dann bestenfalls fein säuberlich aufzuhäufen.

Die blasenden Rohre nerven mit ihrem Lärm – und auch anderswie. Etwa wenn ein Hausbesitzer das Laub auf seinem Trottoir gedankenlos auf die Strasse bläst – wo es dann das kommunale Tiefbauamt wegputzen soll. Oder auf Nachbars Trottoir – worauf es dieser dann halt einfach zurückbläst. Kampf, wenn nicht gar Krieg der Laubbläser nenne ich das. Es soll auch schon zu wüsten Szenen gekommen sein. Etwa wenn ein Bläser einen Kieselstein aufwirbelt und dieser an Nachbars Auto kratzt.

Wann die Laubbläser erfunden wurden, weiss ich nicht. In meiner Jugendzeit gab es sie noch nicht. Da sind wir dem welken Laub schön brav mit Rechen, Besen und Schüfeli zu Leibe gerückt. Das hat ganz schön Schweiss gekostet. Aber wenigstens haben wir die Nachbarn damit nicht lärmgeplagt. Halt, da gabs und gibts bis heute noch die Rasenmäher – ein ganz anderes, leidiges Thema