Der Kampf um die Chinesen

Jagt Interlaken Luzern chinesische Touristen ab? Vor allem im Uhrenmarkt geht es um sehr viel Geld.

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Der Höheweg in Interlaken, Zentrum des  Uhren- und Schmuckhandels. (Bild: PD)

Der Höheweg in Interlaken, Zentrum des Uhren- und Schmuckhandels. (Bild: PD)

Chinesische Touristen geben gemäss einer Statistik von Schweiz Tourismus pro Tag durchschnittlich knapp 450 Franken fürs Shopping aus und sind damit nach den Besuchern aus den Golfstaaten die kauffreudigsten Touristen. Vor allem in den Uhrengeschäften lassen Chinesen die Kassen klingeln. In Luzern gehen heute bis zu 80 Prozent des Uhrenumsatzes auf das Konto chinesischer Gäste, schätzt ein Analyst der Bank Vontobel.

Auch in Interlaken gibt es ähnlich wie in Luzern eine eigentliche Uhren- und Schmuck-Meile. Höhe-Weg heisst sie. Führender Anbieter ist hier die Firma Kirchhofer mit diversen Geschäften. «Im Moment leben wir hier den Traum», sagte deren Inhaber Jürg Kirchhofer kürzlich gegenüber der Zeitung «Bilanz».

Er luchse Luzern chinesische Gäste ab, indem er nicht nur dem Reiseleiter, sondern gleich auch noch dem Reiseveranstalter selber eine Provision ausbezahle, schreibt das «NZZ-Folio» in seiner Juli-Ausgabe. Wie viel und an wen Provisionen ausbezahlt werden, ist unklar. Es zeigt aber, wie hart umkämpft der China-Tourismusmarkt ist.

Hugo Bischof/ks

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